Sven Hüsken: “PAPA”

Fürsorglicher Ehemann, liebevoller Vater, psychopathischer Killer!

Dank der Verlagsgruppe Droemer Knaur habe ich ab und an die Möglichkeit, zwischen drei Büchern ein für mich spannendes Leseexemplar auszuwählen. Diese Gelegenheit ließ ich mir auch dieses Mal nicht entgehen. Alle drei Bücher weckten laut Klappentext mein Interesse und die Auswahl fiel mir recht schwer. Am Ende entschied ich mich für die goldene Mitte und somit für folgenden Thriller:

Sven Hüsken: “PAPA”

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Titel: PAPA
Autor: Sven Hüsken
Verlag: Knaur Taschenbuch (erschienen: 03.08.2015)
Genre: Thriller
Taschenbuch:  384 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-51701-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor: Sven Hüsken wurde 1976 in Westfalen geboren, wo er auch zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern lebt und arbeitet. Er ist sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbuch zuhause und wechselt zwischen realistischen und phantastischen Stoffen. Beruflich hat er vor allem mit Kleinstlebewesen zu tun, die er zum Wohle der Menschheit zum Arbeiten zwingt.

Klappentext: Vor zwei Jahren wurde Thomas Ried zum Entsetzen seiner ahnungslosen Frau wegen mehrfachen Mordes verhaftet. Jetzt ist er aus der Psychiatrie entkommen. Wenig später taucht eine erste Leiche auf, kunstvoll drapiert, so wie seine Opfer zuvor. Doch diesmal spielt der Serienkiller ein perfides Spiel mit der Polizei und seiner Familie: Bei jeder Leiche finden sich mysteriöse Hinweise. Als Rieds Tochter Lillian verschwindet, bleibt am Tatort ein Polaroidfoto zurück. Darauf zu sehen: ein Schaf und ein Wolf.

Ich habe gelesen: …. und war lange nicht so schnell mit einem Buch durch. Einen Thriller zu bewerten, ist immer so eine Sache, denn schließlich möchte man dem Leser das Buch nahe bringen und trotzdem nicht zu viel verraten. Also werde ich versuchen, mich so bedeckt wie möglich zu halten. Der Einstieg war so typisch für einen Thriller und somit erwartete ich dann nicht allzu viel von der Story. Das Buch liest sich aus mehreren Perspektiven, die sich nicht zuletzt durch den einfachen Schreibstil des Autors gut abgrenzen lassen. Leider kommen die Protagonisten nicht ganz so gut rüber – die Polizeiarbeit wirkt sehr ausgedehnt und desinteressiert, allerdings darf man schlussendlich auch erfahren, warum dem so ist. Michelle, die Mutter der entführten Lillian, lässt einen auch oft aufstöhnen und denken: “Kann mal jemand diese Frau aus ihrer Lethargie befreien?”. Selbst als sie durch den Killer Aufgaben zugewiesen bekommt, die es zu erfüllen gilt, hat man nicht den Eindruck, dass ihr irgendwas von dem nahegeht, obwohl ich ihre endlichen Handlungen gut nachvollziehen kann. Die Gedanken und Taten des Killers wurden allerdings sehr detailliert geschildert – für mich teilweise schon recht harter Tobak, da sowohl die Phantasie, als auch die Vorstellungskraft bei mir sehr ausgeprägt sind. Obwohl ich beim Lesen eines Thrillers gerne bis zum Ende im Dunkeln tappe, stört es hier überhaupt nicht, dass man die Identität des Mörders zu kennen denkt. Dabei müsste man nur den 4. Satz im Buch visualisieren und könnte dann glatt während des Lesens selber darauf kommen, dass nichts so ist, wie es scheint.

Fazit: Am Ende möchte ich behaupten, dass es sich hier nicht um eine noch nie dagewesene Story handelt, aber sie wurde so gut umgesetzt, dass sie doch einzigartig ist und der Autor hat zumindest bei mir erreicht, dass ich noch lange darüber nachgedacht habe. Da ich gerne alles bis ins kleinste Detail analysiere, bleiben bei mir trotz umfangreicher Aufklärung dennoch ein paar Fragen offen. Ein empfehlenswerter Thriller, der mich selbst einige Tage nach dem Lesen nicht kalt lässt.

2 Gedanken zu „Sven Hüsken: “PAPA”

  1. stefan.dettmann

    Hallo, schönen Guten Tag,

    ich danke Ihnen für Ihre Bewertung des Thrillers.
    “PAPA”
    Ich hatte tatsächlich schon mit dem Gedanken gespielt,
    es mir mal selbst zu kaufen.
    Sven Hüsken hat bei Ihnen was ganz besonderes geschafft.
    Er hat es geschafft Sie an das Buch zu fesseln, in meinem Studium
    lautete das 1×1 der Schreibkunst, dass Buch soll einen Leser nicht
    nur für die Zeit während des Lesens beschäftigen.
    Sondern auch danach.
    Immerhin rauben wir dem Leser etwas sehr wertvolles heutzutage.
    Seine Zeit.

    Antworten

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