SOPHIE KINSELLA: “Schau mir in die Augen, Audrey”

 Sophie Kinsellas Jugendbuchdebüt „Schau mir in die  Augen, Audrey“, gelesen von Maria Koschny, erschien am 20. Juli 2015 als Hörbuch bei cbj audio. Ich bin kein großer Fan von Hörbüchern und gehöre noch zu der altbackenen Leserfraktion, die ein echtes Buch in die Hand nehmen. Die Verlagsgruppe Random House hat mir ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt.

SOPHIE KINSELLA: “Schau mir in die Augen, Audrey”

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Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Verlag:  cbj Verlag (erschienen: 20. 07. 2015)
Genre: Jugendbuch
Klappenbroschur: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-570-17148-6
Preis: 14,99 €
Bestellbar: hier

Autorin: Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Klappentext:  Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …

Ich habe gelesen: … wie bisher jedes Buch dieser Autorin, weil sie einen phantastischen Schreibstil hat. Das Cover finde ich wieder absolut gelungen, einfach niedlich. Doch hinter dem Titel hätte ich eher eine andere Story vermutet. Dass es sich eher um ein Jugendbuch handelt, hat man beim Lesen sehr schnell gemerkt. Die Charaktere wurden alle sehr ausführlich beschrieben und man bekommt einen netten Einblick in Audrey ihre recht verrückte Familie. Die Mutter liest nahezu täglich die Zeitung Daily Mail und befolgt standhaft die in der Zeitschrift enthaltenden Ratschläge. Computer ist zu ungesund für die Gesundheitsfanatikerin und so bekommt der Sohn Spielverbot. Dieser wird auch nur im Zusammenhang mit Computer und einem so wichtigen Spiel erwähnt, aber durch ihn tritt auch sein bester Kumpel Linus auf die Bildfläche und der ist im gesamten Buch allgegenwärtig, da er Audrey sehr unterstützt. Diese hat nämlich von ihrer Therapeutin geraten bekommen, einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen. So erhält das Buch noch ein Unterprogramm, in dem Audrey ihre Aufnahmen in kursiver Schrift erzählt werden. So langsam soll Audrey auch wieder unter die Gesellschaft gehen und Linus führt sie auf eine niedliche Art heran. Die aufkeimenden Gefühle zwischen Audrey und Linus sind sooo süß und erinnern mich an die Zeit als Teenager. Auch der Vater von Audrey wird ab und an erwähnt, doch bleibt er durch seine doch besonnene Art eher im Hintergrund. Hauptsächlich baut sich die Geschichte auf Audrey ihre “Krankheit” auf. Durch ihre Phobie, die sich in Angstzuständen und Panikattacken auswirkt, traut sie sich nicht unter die Menschheit zu gehen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, rauszugehen, dann aber nur mit Sonnenbrille. Wie es zu dem Zustand kam, wird leider nur am Rande erwähnt. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, was denn nun eigentlich genau passiert ist. Doch ging die Autorin hierbei nicht weiter darauf ein. Allgemein finde ich es aber gut, dass die Autorin so ein schwieriges Thema aufgreift, denn nicht jeder kann sich ein Bild von dieser “Krankheit” machen, wenn er davon hört. Auch ich hatte lange mit Panikattacken und Angstzuständen zu kämpfen und habe ziemlich oft Desinteresse oder Verwunderung zu spüren bekommen – nicht zuletzt, weil sich kaum jemand mit diesem Thema befasst.

Fazit: Ein nettes Jugendstilbuch einer meiner Lieblingsautoren, doch hat mir hier ein bisschen der Wortwitz gefehlt, der sich in den anderen Büchern von Sophie Kinsella immer widerspiegelt. Gerne hätte ich noch mehr über die Ursache wegen Audrey ihrer Phobie erfahren und die “Heilung” erfolgte mir ein bisschen zu schnell. Wenn es doch immer so einfach wäre.

4 Gedanken zu „SOPHIE KINSELLA: “Schau mir in die Augen, Audrey”

  1. ElaLettrice

    Hört sich an sich nicht schlecht an, aber solche Bücher schaffe ich nie bis zum Ende, weil es einfach nicht mein Genre ist.
    Für junge Menschen aber bestimmt sehr lesenswer. Schöner Bericht.

    Liebste Grüße Ela

    Antworten
  2. BeautyPeaches Artikelautor

    Ich denke auch, dass es dich weniger interessieren wird, da es sich weder um einen historischen Roman handelt, noch ist es ein Thriller 🙂 Ich wünsche dir einen schönen Tag. Grüßle, Brina

    Antworten

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