Sophie Kinsella: “Muss es denn gleich für immer sein?”

Sophie Kinsella: “Muss es denn gleich für immer sein?” wurde mir kostenlos von Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Ist für immer nicht ganz schön lang?

Sophie Kinsella: Muss es denn gleich für immer sein?”

Titel: „Muss es denn gleich für immer sein?“
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (erschienen: 16. Juli 2018)
Taschenbuch: 480 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-48776-9
Preis: 9,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan …

Autorin: Sophie Kinsella ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln« oder »Frag nicht nach Sonnenschein«. Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Ich habe gelesen: Ein wenig erinnerte mich die Protagonistin Sylvie an die liebe Becca Bloomwood aus Kinsellas Shopaholic-Reihe, denn irgendwie lebte auch sie in ihrer eigenen Traumwelt, die sie wie eine Seifenblase um sich aufgebaut hat. “Muss es denn gleich für immer sein?” ist zu Beginn sehr vielversprechend. Das Ehepaar Sylvie und Dan bekommen bei einer Routineuntersuchung vom Arzt mitgeteilt, dass sie sich noch über 68 gemeinsame Jahre freuen können. Klingt erstmal ganz gut. Doch was soll man anfangen mit den nächsten gemeinsamen 68 Jahren? Wird man den anderen nicht irgendwann überdrüssig? Wird es nicht zu langweilig, wenn man sich bereits zu kennen glaubt?

Auch Sylvie und Dan sehen den nächsten Jahren sehr skeptisch entgegen. Schnell wird ihnen klar, dass sie irgendetwas unternehmen müssen, um dem Alltag gelegentlich zu entfliehen und vor allem um sich zu beweisen, dass man sich doch noch täglich neu kennen lernen kann. Und da beginnt der Stress bereits. Wie kann ich meinen Partner auch nach zehn Jahren noch überraschen? Vor allem bedarf es an Kreativität, wenn man sich ständig etwas Neues einfallen lassen muss. Ist man denn überhaupt so richtig verwundert, wenn man der Überraschung entgegensieht, weil man es vorher gemeinsam beschlossen hat?

Jegliche Sensationen, die Sylvie und Dan gegenseitig für sich vorbereiten, werden zum Desaster. So erhält nicht nur die Schlange Dora Einzug in Sylvies Küche, zudem wird ihr Mary vorgestellt – Dan seine Ex-Freundin. Sophie Kinsella hält noch weitere Überraschungen für Sylvie und Dan bereit, doch enden die alle im Trubel.

Nebenher wird auch Sylvie ihre Arbeit öfters erwähnt. Doch sowohl die Chefin, als auch die Mitarbeiterinnen scheinen da irgendwie in der Lethargie gefangen zu sein und warum sollte man auch etwas ändern, was jahrelang zu funktionieren scheint. Der Neffe der Chefin bringt nicht nur frischen Wind in das Museum, sondern zeigt den Mitarbeiterinnen auch auf, dass sich etwas ändern muss, um nicht zu Grunde zu gehen.

Unter anderem musste sich Sylvie auch noch mit dem Tod ihres geliebten Daddys auseinandersetzen und oft wird Dan vorgeworfen, dass er selbst nach Daddys Ableben noch eifersüchtig auf ihn wäre. Fest drin in ihrer Seifenblase erkennt Sylvie jedoch nicht wirklich, dass nicht alles so ist, wie sie zu glauben scheint.

Missglückte Überraschungen, die Ex-Freundin von Dan, zudem scheint er Geheimnisse mit Sylvie ihrer Mom zu teilen. Letztendlich wirkt er oft sehr angespannt. Auf die Fragen, was denn los ist, reagiert er mit “Nichts”. Entgegen seiner Behauptung, auf einer Betriebsreise zu sein, ist dem nicht so. Das kann nur eines bedeuten: Dan betrügt Sylvie.

Sie fängt an, ihm hinterher zu spionieren und letztendlich erfährt sie Dinge, die sowohl ihre Eltern und auch Dan jahrelang vor ihr verheimlicht haben. Wer jetzt seine Erwartungen hoch ansetzt, den muss ich enttäuschen. Ganz so spektakulär ist es dann doch nicht. Allerdings würde ich diesen Roman nicht als witzig oder urkomisch beschreiben, sondern rückt das kleine Familiendrama zu sehr in den Vordergrund.

Fazit: “Muss es denn gleich für immer sein?” ist nicht das beste Werk von Sophie Kinsella. Zwar fühlte ich mich unterhalten, aber mir persönlich fehlte der typische Wortwitz der Autorin. “Das witzigste Buch der Autorin” und “umwerfend komisch” lese ich als Leserstimmen auf der Rückseite des Buches. Dem kann ich mich nicht anschließen. Aus dem Grundgedanken dieser Story hätte man weitaus mehr rausholen können. Bei “Charleston Girl” und auch anderen Büchern von Sophie Kinsella habe ich Tränen gelacht. Deswegen lese ich die Bücher der Autorin sehr gern. Das hat mir bei “Muss es denn gleich für immer sein?” gefehlt.

2 Gedanken zu „Sophie Kinsella: “Muss es denn gleich für immer sein?”

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