Rezension: Hans Koppel “Entführt”

Wahre Stille ist die Ruhe des Geistes; sie ist für die Seele, was der Schlaf für den Körper ist, nämlich Nahrung und Erfrischung.

-William Penn-

Zu Weihnachten habe ich ein Buch gekriegt, worüber ich berichten möchte:

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Titel: Entführt
Autor: Hans Koppel
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3-453-43718-0
Seiten: 349
Sprache: Deutsch
Als Taschenbuch erschienen: 10/2013
Originaltitel: Kommer aldrig mer igen
Preis: 8,99 €

Autor:
Hans Koppel ist das Pseudonym des erfolgreichen schwedischen Kinderbuchautors Peter Lidbeck. Er wurde 1964 in Helsingborg geboren. Nach seinem Literaturstudium hat er lange als Journalist gearbeitet, bevor er sich gänzlich dem Schreiben zuwandte. Er lebt heute mit seiner Frau und seiner Tochter in Stockholm.

Klappentext:

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Zum Buch:
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und in die wechselnden Szenen findet man leicht über. Die Geschichte beginnt mit einem brutalen Mord und kurz darauf erfolgt die Entführung. Unmittelbar in der Nähe ihres Wohnhauses wird Ylva dann in einem Keller gefangen gehalten und kann auf einem Bildschirm verfolgen, wie das Leben ihres Mannes und ihrer Tochter ohne sie selbst weitergeht. Ein wesentlicher Teil dieses Buches, den ich spannend aber auch aufwühlend fand. Die Vergewaltigungs-Szenen fand ich allerdings zu detailliert. Die hätte man nicht so “ausschmücken” brauchen. Die Charaktere wurden etwas zu oberflächlich beschrieben. Ylva, die gerne flirtet und schon einmal eine Affäre hatte, wird anfangs verdächtigt, dass sie wieder bei einem Liebhaber gelandet ist; ihr zu weicher Mann wird verdächtigt, sie selbst aus dem Weg geräumt zu haben; die Polizei, der man teilweise Desinteresse an diesem Fall vorwerfen könnte und dann noch die Entführer mit ihrem perfiden Racheplan. Hat man in manchen Büchern Personen, die man vielleicht besonders mag oder auch gar nicht sympathisch findet, so baut man hier keinerlei Beziehung zu einem der Darsteller auf. Mir haben zudem mehr Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren gefehlt, z.B. wie kommt Ylva mit der Entführung klar, bzw. was denkt sie über die Geschehnisse in der Außenwelt oder warum stört sich die Tochter kaum an der Abwesenheit der Mutter? Da hätte man das ein oder andere vielleicht noch zu schreiben können. Als Leser möchte man natürlich das Motiv der Entführer wissen und selbstverständlich auch, wie es ausgeht. Da hat der Autor ganze Arbeit geleistet und bietet Spannung bis zur letzten Seite.

Fazit:
Zu meinen Lieblingsbüchern zählt dieser Roman nicht, denn aus der Geschichte hätte man eindeutig mehr herausholen können, dennoch finde ich die Story spannend und konnte den Roman kaum weglegen, bis ich ihn zu Ende gelesen hatte.

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