Rebecca Fleet: “Das andere Haus”

Rebecca Fleet: “Das andere Haus” wurde mir kostenlos von Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle möchte ich nochmals ein Dankeschön an die Verlagsgruppe aussprechen, da mir das Buch problemlos ein weiteres Mal zugeschickt wurde, nachdem mich die erste Sendung nicht erreichte. 

Willkommen in meinem Haus. Ich verspreche dir – dein Aufenthalt wird unvergesslich sein…

Rebecca Fleet: “Das andere Haus”

Titel: „Das andere Haus“
Autor: Rebecca Fleet
Verlag: Goldmann (erschienen: 20. August 2018)
Klappenbroschur: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-20559-2
Preis: 15,- € €
Bestellbar: hier

Klappentext: Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht …

Autorin: Rebecca Fleet lebt in London und arbeitet in der Marketingbranche. »Das andere Haus« ist ihr Thriller-Debüt.

Ich habe gelesen: Für mein Interesse daran, dieses Buch zu lesen, mach ich das Cover komplett verantwortlich. Dieses gefiel mir in dessen zerrissenen Gestaltung sofort. Zudem klingt der Klappentext absolut vielversprechend. Außerdem besagen einige Leserstimmen, dass es sich um eine gute Story mit einem perfekt ausgearbeiteten Plot handelt. Klingt also nach einem beeindruckenden Psychothriller.

Bereits vor einiger Zeit hatte sich die Protagonistin Caroline ein Profil in einem Portal erstellt, um andere Interessenten zwecks Haustausch während der Urlaubszeit zu finden. Fast in Vergessenheit geraten kam dann doch irgendwann eine Anfrage. Für Caroline und ihrem Mann Francis sollte dieser Urlaub dem Neuanfang ihrer Ehe dienlich sein. Noch vor ein paar Jahren hatten sie sich so weit voneinander entfernt, dass eine gemeinsame Zukunft unvorstellbar war.

Angekommen im Urlaubsdomizil mussten Caroline und Francis etwas über die reduzierte Einrichtung schmunzeln. Persönliche Gegenstände fanden die beiden so gut wie überhaupt nicht vor. Doch ein Blumenstrauß ließ Caroline erschaudern. Auch die wie bereits im Klappentext beschriebene CD und das Rasierwasser erinnerten Caroline erneut an die Vergangenheit; an die Zeit, die dem Ehepaar keine Chance auf ein gemeinsames Glück gab; an die Zeit, in der Caroline sich einem anderen Mann hingab.

So switcht die Story zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Zudem liest sich das Buch sowohl aus der Perspektive von Caroline, aber gelegentlich auch aus der Sichtweise von ihrem Mann Francis. Auch Caroline ihr Liebhaber Karl bekommt durch seinen Blickpunkt auf die Vergangenheit seinen eigenen Auftritt. Durch die jeweiligen Überschriften – versehen mit Name und Jahreszahl – behält der Leser hierbei den kompletten Überblick. Doch aus welchem Blickwinkel lesen wir die kursive Schrift im Hier und Jetzt? Der Leser darf dabei selbstverständlich an Karl denken bzw. glauben.

Während des Lesen fragte ich mich natürlich immer wieder, ob Caroline Karl damals so sehr gekränkt hat, dass er jetzt etwas inszeniert, nur um seine persönliche Vendetta auszuüben. Genau dieser Aspekt hält die Dramatik in diesem Buch aufrecht. Die Phase der Auflösung ist absolut spannend und letztendlich sogar eine Überraschung. An dieser stelle werde ich nicht weiter ins Detail gehen, da ich euch die Spannung nicht vorweg nehmen möchte.

Fazit: Natürlich überlegt man durchweg, was der Höhepunkt dieses Psychothrillers sein wird, doch mir persönlich war die Story zu flach. Der Schreibstil der Autorin hingegen ist sehr flüssig und so lässt sich ihr Potenzial bereits erkennen, welches sie leider nicht ausgeschöpft hat. Die Geschichte plätscherte so dahin. Man könnte klar hinterfragen, was die Nachbarin für eine Rolle spielt, oder auch was der Anlass war für Francis seine damalige depressiven Verstimmungen. Dennoch kamen die Psychospiele des Gegenübers nicht so richtig aus sich raus und mir persönlich fehlte der Thrill. So konnte mich “Das andere Haus” von Rebecca Fleet nicht wirklich packen.

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