Jessie Burton: “Die Magie der kleinen Dinge”

Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen

Jessie Burton: “Die Magie der kleinen Dinge”

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Titel: Die Magie der kleinen Dinge
Autor: JESSIE BURTON
Verlag: LIMES Verlag (erschienen: 16. März 2015)
Gebundenes Buch: 480 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2647-1
Sprache: Deutsch
Genre: Roman
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman “Die Magie der kleinen Dinge” begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.

Klappentext:
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …

Ich habe gelesen:
Am Freitag las ich die ersten Seiten des Buches und am Samstag auf unserer ersten Hunderunde in diesem Jahr unterhielt ich mich mit Ela über das Buch, da sie bereits mit dem Lesen fertig war und ich noch ziemlich am Anfang. Nur verrät sie ja immer nicht viel, doch konnte ich ihr ein paar unwichtige Informationen entlocken, die aber sehr aufschlussreich waren, was meine Gedanken zum Verlauf der Geschichte betrafen. Auch am Samstag las ich noch einige Seiten, doch Sonntag habe ich mich richtig im Buch vergraben und konnte es nicht mehr weglegen – sehr zum Missfallen meines Mannes. Die Anreise in ihr neues Zuhause bewältigt Nella alleine. Noch ziemlich unerfahren wirkt sie zwar anfangs, doch schnell stellt sie sich die Frage, warum Marin das Zepter in der Hand hält, wo sie doch durch die Hochzeit mit Johannes die eigentliche Hausherrin ist. Durch die vielen Ereignisse erlangt Nella in kurzer Zeit viel Selbstbewusstsein. Das Puppenhaus, welches als Hochzeitsgeschenk von Johannes dient tut das Übrige, dass sie ihr Leben in der Stadt selbst in die Hand nimmt. Gruselig finde ich stellenweise die Puppen, die mysteriös ins Haus “flattern”, denn die verändern sich, oder werden je nach Situation anders wahrgenommen. Doch eigentlich ist das Puppenhaus und dessen Inhalt nur nebensächlich und gewinnt nur durch den mysteriöse Blondschopf an Wichtigkeit. Johannes respektiert seine Gattin, doch die Gefühle sind eher freundschaftlich. Allgemein ist nicht viel von Liebe in diesem kalt wirkenden Haus zu spüren. Marin ist die Schwester von Johannes – unverheiratet – und sie führt die Regie im Haus, doch bekommt sie auch Nellas Auflehnung zu spüren, denn diese ist nicht gewillt, sich Marins strengem Befehlston zu beugen. Nur zu der Haushälterin Cornelia fasst Nella gleich Vertrauen und erfährt von ihr einiges, was das Haus der Brandts an Geschichten zu bieten hat. Viele Geheimnisse umgeben das Haus, die soweit alle aufgedeckt werden und das ganze in geballter Ladung. So kommt das Ende ziemlich abrupt und einige Fragen bleiben offen. Die für mich wichtigste Frage wäre, was das Ganze denn nun wirklich mit dem Puppenhaus zu tun hat und warum Nella regelmäßig Päckchen erhält, wo wieder etwas für das Miniatur-Haus enthalten ist. Zudem erschließt sich mir hier kein Zusammenhang zwischen der Familie Brandt und der Miniaturistin. Dadurch fehlt mir am Ende des Buches eine richtige Aufklärung. Ansonsten ist es aber ein fantastischer Roman.

Fazit:
Meine Vorstellungskraft gab mir das wieder, was ich mir von solchen Büchern erhoffe – ich möchte mich rein versetzen können, die Geschichte erleben. Ich konnte mir die Szenen, die Menschen, das Haus und das alte Amsterdam so richtig gut vorstellen und die Kälte im Haus war nahezu spürbar. Absolut lesenswert.

2 Gedanken zu „Jessie Burton: “Die Magie der kleinen Dinge”

  1. ElaLettrice

    Juhu…
    da würde ich sagen, wir haben den gleichen Eindruck von diesem Roman.
    Ich habe mich beim Lesen in einer komplett anderen Zeit- und Welt befunden.

    LG Ela

    Antworten

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