Emelie Schepp: “Nebelkind”

ER wurde gezeichnet. ER tötet. ER ist neun Jahre alt.

Durch meine Mitgliedschaft bei Blogg dein Buch hatte ich die Möglichkeit, folgenden Thriller zu lesen:

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Titel: Nebelkind
Autor: Emelie Schepp
Verlag: Blanvalet (erschienen: 17.08.2015)
Genre: Thriller
Taschenbuch:  448 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-7341-0069-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin: Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller »Nebelkind« wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und als Übersetzung in zahlreiche Länder verkauft.

Klappentext: Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen – die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort »Thanatos« als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum.

Ich habe gelesen: … und tue mich gerade etwas schwer darin, die passende Wörter zu finden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, zumal in dem Buch viele Dialoge stattfinden. So hatte ich auch dieses Buch rasch durch. Leider wurde Manches einfach auch zu detailliert beschrieben, was am Ende gar nicht ausschlaggebend für diese Story war. So interessiert mich weniger, ob zum Beispiel eine Vase am Tatort links oder rechts auf dem Tisch steht, wenn es sich nicht gerade um die Tatwaffe handelt. In dem Buch hat man viele Charaktere, wobei die Geschichte immer auf die Staatsanwältin Jana fällt, nicht zuletzt, weil sie durch ihre Vergangenheit selbst in die Geschehnisse “verwickelt” ist. Angefangen mit dem Mord am Leiter des Migrationsamtes, offenbar ausgeübt von einem Kind, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Schließlich wird noch die Leiche eines Kindes gefunden und auf einmal ergeben Jana ihre stetigen Alpträume einen Sinn und sie stößt sowohl auf längst vergessene Geschehnisse aus ihren Kindheitstagen, als teilweise auch an ihre Grenzen. Dennoch wird ihr in dieser Story ein sehr kühler Charakter zugeteilt, der auch als sie selbst eine Tat begeht, sehr emotionslos wirkt. Hinzu kommen einige Ermittler, die an diesem Fall arbeiten, alle namentlich erwähnt und alle in soweit beschrieben, dass jeder zu einem “Protagonist” wird. Hauptsächlich wird aber noch die Kommisarin Mia erwähnt, bei der man das Gefühl bekommt, dass sie eher eine Freundin, als einen Mörder sucht. Dass die Autorin hier indirekt das aktuelle Thema “Flüchtlinge” aufgreift, ist interessant, aber bleibt nebensächlich. Wieder einmal konnte ich ein Buch lesen, wo es hauptsächlich um die Polizeiarbeit ging, aber weniger um die Morde, die es im Einzelnen noch spannender gestaltet hätten. Meine Vorstellungskraft, die beim Lesen ihrer Phantasie freien Lauf lässt, blieb hier leider links liegen. Müsste ich jetzt bildlich gesehen einen Tatort festlegen, käme mir der Hamburger Hafen als erstes in den Sinn.

Fazit: Mir ist das Buch für einen Thriller zu flach und ich würde es eher dem Genre Krimi zuordnen. Da es ausschließlich um die Ermittlungen ging und weniger um die Taten, fehlt mir hier auch die gewisse Spannung, die sich bei einem üblichen Thriller aufbaut. Ich lese sehr gerne Thriller, aber weniger mag ich Krimis, so konnte mich das Buch am Ende nicht wirklich begeistern.

4 Gedanken zu „Emelie Schepp: “Nebelkind”

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