Andreas Gruber: “Rachewinter”

Andreas Gruber“Rachewinter” war ein Geschenk meiner Kinder und diese Rezension habe ich somit freiwillig geschrieben.

Eine Serie eiskalter Morde und eine Spur, die ins Nichts zu führen scheint…

Andreas Gruber: “Rachewinter”

Titel: „Rachewinter“
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann (erschienen: 17. September 2018)
Taschenbuch: 592 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN:  978-3-442-48655-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Klappentext: Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel …

Autor: Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

Ich habe gelesen: Rachewinter ist aus der Walter Pulaski-Reihe, wo ich vor einiger Zeit bereits Rachesommer gelesen habe. Weiterhin besteht die Serie aus Racheherbst, doch ist man nicht zwangsläufig gezwungen, die beiden Vorgänger von meiner aktuellen Lektüre zu lesen.

Wieder einmal setzt Andreas Gruber auf zwei Handlungsstränge, die im Laufe der Ermittlungen zu erkennen geben, dass sie miteinander verwoben sind. Durch einen ihr anvertrauten Fall ermittelt die Anwältin Evelyn Meyers in Wien nach einem Mordfall, wobei ihr neuer Mandant die Tat vorerst vehement abstreitet und in Leipzig wird ein Herr im mittleren Alter tot im Motel aufgefunden und Kommissar Walter Pulaski wird hinzugerufen.

Wien: Zwei Bauarbeiter beobachten in dem von der Baustelle gegenüberliegendem Hotel ein Techtelmechtel und filmen diese Liaison auch noch mit ihrem Handy. Die Belustigung, welche das Stelldichein den Bauarbeitern bietet, weicht sehr bald dem Schrecken, denn sie beobachten und filmen einen brutalen Mord und werden somit zu wichtigen Zeugen. Anhand des Filmmaterials ist der Mörder schnell ausgemacht, denn ohne Zweifel handelt es sich dabei um Michael Kotten, dem Sohn aus einem mächtigen Familienclan. Michael wendet sich an Evelyn Meyers. Sie soll ihn vor Gericht vertreten und seine Unschuld beweisen. Obwohl die Verteidigung wegen dem Video zu scheitern droht, stellt sich die Anwältin dieser Herausforderung. Während der U-Haft gesteht Michael plötzlich den Mord, aber da Meyers bereits wegen der schlampigen Ermittlung der Polizei selbst der Sache auf dem Grund geht, hegt sie Zweifel an seinem Geständnis. Welches Geheimnis steckt hinter Michael Kotten? Was verbirgt seine einflussreiche Familie? Natürlich ist es dem Vater sehr wichtig, sein Imperium zu schützen und so ist ihm jedes Mittel recht, die Ermittlungen der Anwältin zu sabotieren.

Leipzig: Der Vater einer Schulkameradin von Pulaskis Tochter wird tot im Motel aufgefunden. Schnell ist der Polizei klar, dass es sich um einen Unfall handeln muss. Nach seinen Tatortaufnahmen wird Pulaski also nicht weiter mit diesem Fall betraut, obwohl er fest daran glaubt, dass es Mord war. Deswegen kann er den Fall nicht ruhen lassen und ermittelt auf eigene Faust. Er verspricht seiner Tochter Nina und ihrer Freundin Jasmin, diesen Fall zu lösen, nimmt den beiden Mädels im Gegenzug das Versprechen ab, dass sie sich aus den Ermittlungen raushalten. Jasmin lässt sich nicht davon abbringen, weiterhin zu ergründen, was es mit dem Tod ihres Vaters auf sich hat und Nina hilft ihr bei der Recherche. So erfahren sie von einer mysteriösen Frau in einem roten Abendkleid, mit welcher Jasmin ihr Vater kurz vor seinem Tod gesichtet wurde. Weitere Morde geschehen und immer wieder stehen diese in Verbindung mit der Frau in dem roten Kleid. Als Meyers wegen ihrem derzeitigen Auftrag nach Deutschland reist, sind Jasmin und Nina der Lösung bereits sehr nahe und weil Jasmin nach wie vor nicht locker lässt, setzen die beiden sich einer großen Gefahr aus.

Nachdem Meyers in Rachewinter ziemlich schnell erfährt, welches Geheimnis Familie von Kotten verbirgt, lässt sich ebenfalls rasch erahnen, was es mit den Mordfällen in Deutschland auf sich hat. Das allerdings gibt der Spannung keinen Abbruch. In seinem rasanten Schreibstil sorgt Andreas Gruber immer wieder für überraschende Wendungen und bietet dem Leser auch dieses Mal zum Ende einen entsetzlichen Showdown.

Die Charaktere und auch die Schauplätze sind sehr bildhaft beschrieben und ich mag Walter Pulaski gerade wegen seiner direkten Art sehr gerne. Auch Evelyn Meyers ist eine Protagonistin, die sehr sympathisch beschrieben wird. Die Methode, welche der oder die Täter/in  für die Morde wählt, ist barbarisch und erneut stellt sich mir die Frage, wie der Autor auf so einen Plot kommt. Reicht dazu der eigene Schöpfergeist aus?

Fazit: Andreas Gruber hat wieder einmal einen fesselnden Thriller geschrieben, welchen ich schlecht aus der Hand legen konnte. Tatsächlich gibt es Autoren, deren Lektüren sich oftmals ähneln. Kennst du ein Buch, kennst du auch die Nachfolger. Dem ist bei Andreas Gruber nicht so. Seine Phantasie muss grenzenlos sein, denn er überrascht immer wieder mit seinen abwechslungsreichen Werken.

2 Gedanken zu „Andreas Gruber: “Rachewinter”

  1. ElaLettrice

    Eine sehr schöne Rezi meine Liebe. Ich mag Andreas Gruber ebenso gerne wie du und habe alle seine Bücher aufgesogen wie ein Schwamm.

    Liebste Grüße

    Antworten

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