Paula Hawkins: “Into the Water”

Traue Keinem. Auch nicht dir selbst.

Paula Hawkins: “Into the Water”

Titel: „Into the Water“
Autor: Paula Hawkins
Verlag: Blanvalet (erschienen: 24. Mai 2017)
Klappenbroschur: 480 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-641-20932-2
Preis: 12,99 € €
Bestellbar: hier

Autorin: Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman Girl on the Train wurde zu einem internationalen Phänomen. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, eroberte weltweit die Bestsellerlisten und wurde 2016 mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt. Paula Hawkins’ zweiter Spannungsroman Into the Water erscheint im Mai 2017.

Klappentext: »Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Ich habe gelesen: Nachdem ich “Girl on the Train” von Paula Hawkins mit Begeisterung gelesen hatte, war mir klar, dass ich mir weitere Werke der Autorin zu Gemüte führen werde. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend, doch hatte ich Startschwierigkeiten. Im vorangegangenen Roman setzte die Schriftstellerin auf drei Protagonistinnen und versah die wechselnden Perspektiven mit den Namen der jeweiligen Person als Überschrift. Bei “Into the Water” tat Paula Hawkins das ebenfalls, doch treffen wir hier auf mehrere Charaktere und ich fand es teilweise verwirrend, zumal auch Zeitsprünge vorhanden waren. Die Story begann etwas flach und ich musste mich vorerst zum Weiterlesen zwingen. Leider kommt man auch nicht gleich wieder in die Geschichte, wenn man den Roman ein paar Tage weglegte. So musste ich die zuletzt gelesenen Seiten nochmals durchblättern.

Der Schreibstil der Autorin hingegen gefällt mir wie bereits bei “Girl on the Train” sehr gut. Die Charaktere wirken sehr authentisch und durch die lebhaften Erzählungen kann ich mir die jeweiligen Kulissen absolut gut vorstellen. Erneut wählte die Autorin eine Ortschaft in England für ihren Roman. Mittelpunkt hierbei war ein Fluss – Drowning Pool.

Nel war fasziniert von diesem Fluss. Schon immer ging sie gerne darin schwimmen. Deshalb kann sich Jules auch nicht vorstellen, dass Nel freiwillig gesprungen ist. Jules kehrt nach Jahren in den unruhig beschriebenen Ort Beckford zurück und muss sich fortan ihrer Vergangenheit stellen. Dort laufen nicht nur die Ermittlungen wegen dem Freitod ihrer Schwester Nel, sondern führt deren Handlung auch auf den vorhergehenden Suizid von Katie zurück. Abgesehen davon, dass Katie die beste Freundin von Nel ihrer Tochter Lena war, stellt man keine Verbindung zwischen beiden Selbstmorden her.

Nun bekommt der Leser die Geschichte aus der Sicht sämtlicher Einwohner erzählt. So haben wir Josh (Bruder von Katie), Lousie (Mutter von Katie), Erin und Sean als leitende Detectives, Helen (Sean seine Frau), Patrick (Sean sein Vater) , Jules (Schwester von Nel) und Lena (Tochter von Nel). Zudem war Helen die Direktorin an der Schule von Katie und Lena und dann gab es noch den Lehrer Mark. Auch der kommt zu Wort. Zusätzlich kommt noch Nickie ins Spiel. Sie behauptet eine Seherin zu sein und dass die Toten zu ihr sprechen. Auch die Mutter von Sean soll vor Jahren von der Klippe in den Fluss gesprungen sein. Nur Nickie behauptet etwas anderes, doch ihr schenkt keiner Gehör. Unter anderem lesen wir auch kurzzeitig aus dem Jahr 1679 aus der Sicht von Libby, die angeblich als Hexe hingerichtet wurde, indem man sie im Fluss ertränkte.

Spinnt man alle Erzählungen aus den Sichtweisen der Figuren zusammen, ergibt sich ein komplettes Netz und das Ende von “Into the Water” ist absolut stimmig. Zwar plätscherte der Roman anfangs so dahin, aber bereits im 2/3 konnte mich das Buch an sich fesseln, nicht nur weil die Erzählungen der Charaktere zunehmend spannender wurden, sondern kam einiges ans Licht. Ich rätselte lange mit und wurde immer wieder überrascht.

Zitat aus dem Buch: »Beckford ist kein Ort für Selbstmörder. Beckford ist ein Ort, um unbequeme Frauen loszuwerden.«

Fazit: So schwer, wie ich mich am Anfang tat, “Into the Water” von Paula Hawkins zu lesen, so schwer fiel es mir letztendlich, das Buch aus der Hand zu legen. Ein schwacher Start mit einem starken Ende.

Paula Hawkins: “Into the Water” wurde mir kostenlos von Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

4 Gedanken zu „Paula Hawkins: “Into the Water”

  1. Femi

    Hallo meine Liebe Lesemaus 🙂

    es hört sich so interessant an ich muss es haben! Ich bin gerade fertig mit dem “Paket ” von Fitzek , total spannend.Und nun darf ruhig ein Neues her. Sonnige Grüße, Deine Femi

    Antworten
    1. BeautyPeaches Artikelautor

      Hi Liebes, sag mir dann gerne bescheid, wie du das Buch findest. Ich wünsche dir eine tolle Rest-Woche. Morgen geht es nach Berlin. Ich freue mich voll drauf. Liebe Grüße, deine Sabrina

      Antworten
    1. BeautyPeaches Artikelautor

      Liebe Priscilla, das Buch ist auch spannend, aber eben erst ab dem 2/3. Girl on the Train hat mir von dieser Autorin noch besser gefallen. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüße, Sabrina

      Antworten

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