Karin Slaughter: “Blutige Fesseln”

Ein Will Trent-Roman

Karin Slaughter: “Blutige Fesseln”

Titel: „Blutige Fesseln“
Autor: Karin Slaughter
Verlag: HarperCollins (erschienen: 01. Dezember 2017)
Taschenbuch: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-95967-158-3
Preis: 10,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leer stehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur. Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos! Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.

Autorin: Die internationale Nummer-1-Bestsellerautorin Karin Slaughter ist eine der weltweit populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen. Ihre Bücher wurden in 33 Sprachen übersetzt und haben sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft. Ihr Gesamtwerk beinhaltet die Grant County und Will Trent-Reihen, außerdem Cop Town- Stadt der Angst, das für den renommierten Edgar-Krimipreis nominiert wurde, sowie den psychologischen Thriller Pretty Girls. Karin Slaughter stammt aus Georgia und lebt zurzeit in Atlanta.

Ich habe gelesen: Haben wir in “Bittere Wunden” noch nicht genug über die Vergangenheit von Will Trent erfahren, so holte die Autorin das in “Blutige Fesseln” geflissentlich nach. Zugegeben handelt es sich bei “Blutige Fesseln” nicht um den direkten Nachfolger von “Bittere Wunden”, sondern gibt es noch ein Werk dazwischen. Das ist mir irgendwie entgangen und ich werde es mir bei Gelegenheit zu Gemüte führen. Da die jeweiligen Bücher aber abschließend geschrieben wurden, fehlt es mir in dem neusten Thriller von Karin Slaughter nicht an irgendwelchen Informationen.

Die Geschichte wird wechselnd aus zwei Perspektiven erzählt. Hauptsächlich geht es natürlich um die Ermittlungen, durchgeführt von Will Trent. Aber auch zu den Machenschaften seiner Noch-Ehefrau Angie erhält der Leser einen tiefen Einblick und da Will Trent bislang noch im Dunkeln tappt, geht das nur, indem die Autorin Angie in dem Buch ihren eigenen Spielraum überlässt.

Nicht nur Angie ihre Eifersucht auf die mittlerweile gefestigte Beziehung zwischen Will und Sara spielt in “Blutige Fesseln” eine große Rolle. Ständig ist sie irgendwie präsent. Sie verschafft sich Zugang zu dem Haus von Will, eignet sich Sara ihre Sachen an, hinterlässt Botschaften und macht auch sonst keinen Hehl daraus, dass sie Sara nicht als Will seine Partnerin akzeptiert.

Für mich spielt das jedoch nur am Rande mit in die Story ein. Denn eigentlich geht es um den Mord in der Lagerhalle und auch hier lässt sich schnell erahnen, dass Angie ihre Finger im Spiel hat und das nicht nur wegen dem Revolver, den sie am Tatort zurückgelassen hat. Die laufenden Ermittlungen führen ebenfalls nach und nach zu ihr.

Die Leiche von Dale Harding wird in der Lagerhalle gefunden, doch das Blut am Tatort ist nicht identisch mit seiner Blutgruppe. Ist er nun das Opfer oder wurde hier aus Notwehr gehandelt? Die Lagerhalle gehört ausgerechnet Markus Rippy  ein Profibasketball-Spieler, gegen den Will Trent noch vor einem halben Jahr wegen Vergewaltigung erfolglos ermittelte. Als eine weitere Leiche entdeckt wird, glaubt die Polizei, dass es sich hierbei um Angie handelt. Was haben all diese Personen miteinander zu tun und in was war Angie hier verstrickt?

Natürlich wird Will aus Befangenheit von diesem Fall abgezogen, was ihn allerdings nicht daran hindert, der Sache vor allem wegen seiner Noch-Ehefrau auf den Grund zu gehen. Was wäre schließlich ein Will Trent-Roman ohne Will Trent?

Mit einigen überraschenden Wendungen erfährt der Leser die Hintergründe zu den Morden nach und nach und selbst wenn Angie aus einem “guten” Grund so handelte, macht es sie für mich nicht sympathischer. Auch dieses Mal glänzt Karin Slaughter mit einem brutalen, gewaltsamen Schreibstil und das Ende ist absolut stimmig.

Fazit: Ein fesselnder Plot, der zwar zwischendurch immer mal erahnen lässt, wie es weitergeht bzw. weitergehen könnte, aber ein packender Showdown bleibt nicht aus.

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