Hauptsache Amsterdam

Niederlande oder Holland? Wo liegt denn Amsterdam nun genau? Einige wissen gar nicht, dass Holland nur eine Region der Niederlande ist und mittlerweile ist es schon normal, dass wir zu Niederlande allgemein auch Holland sagen. Schließlich heißt es ja auch: “Ohne Holland fahr’n wir zur WM.”

Mir ist es egal, ob Niederlande oder Holland, Hauptsache Amsterdam – und genau dort war ich für ein paar Tage zum ersten Mal.

Gut gerüstet mit einem Stadtplan und Cappuccino ging es am Samstag erst einmal in Richtung City. Allerdings hatte ich noch kein direktes Ziel – Hauptsache Amsterdam.

Es war eine gute Idee, mit der Fähre in Richtung Stadt zu schippern, denn bei den ganzen Grachten hätte ich mich letztendlich eh verirrt. Außerdem haben Fahrräder dort höchste Priorität. Schon alleine wegen der Kanäle bin ich von Amsterdam sehr angetan, aber auch die Baulichkeiten waren hübsch anzusehen. Durch die lange Autofahrt war ich dann aber doch etwas müde und nach dem Essen nahm ich die Fähre zurück zum Hotel.

Aufgrund der Wettervorhersage wurde der Strandausflug zur Nordsee für den Sonntag geplant. Für jemanden dessen Herz für Fußball schlägt, führt der Weg zur Küste natürlich automatisch am Stadion vorbei. Ajax Amsterdam hatte leider am Wochenende ein Auswärtsspiel, sonst hätte ich glatt mal live sehen können, warum wir immer ohne Holland zur WM fahren.

Noch einen kurzen Abstecher nach Haarlem und dann ging es weiter zur Nordsee. Den Strandtag hatte ich wirklich auf den richtigen Tag gelegt. Die Sonne zeigte sich und es war fast windstill. So konnte ich mich mit einem Cappuccino im Sand niederlassen.

Ich liebe das Wasser und ich mag Boote, also ging es anschließend noch zum Hafen. Touristen kamen gerade vom Landgang wieder zurück, um ihre Reise mit der AIDA fortzusetzen und ich nutzte das angrenzende Areal für ein bisschen Geschichte. Gespeist habe ich an diesen Abend auf einem Boot und wieder fiel ich erschöpft in den Schlaf.

Montag war Shoppingday – zumindest für mich. Hauptsächlich wollte ich ein paar Mitbringsel erhaschen. Ansonsten blieb es allerdings bei einem Schaufensterbummel. Dennoch fand ich ein paar tolle Sachen und ich hoffe, die zu Beschenkten freuen sich so sehr wie ich über meine beiden Dinge von MAC Cosmetics.

Nur in den Coffeeshops soll der Spaß am Joint noch erlaubt sein. Mir stieg dieser Duft allerdings auch in der Einkaufsstraße oft in die Nase. Direkt im Shop ist man aber einzig von einer Rauchwolke umgeben.

Amsterdam bei Nacht ist auch sehr schön und abends lieferte ich mir einen Schaufensterbummel mit bewegten Bildern. Leider darf man offene Schaufenster nicht fotografieren, obwohl einige Frauen sehr ansehnlich waren.

Am Dienstag fuhr ich dann ins echte Holland – nach Zaanse Schans.

Die Zaanse Schans ist ein Dorf in der Gemeinde Zaanstad, gegenüber von Zaandijk an der Zaan gelegen. Ungefähr 1.900.000 Besucher besichtigen jährlich dieses Freiluftmuseum, das mit dem Gedanken errichtet wurde, das historische Erbe dieses ältesten Industriegebiets der Niederlande zu zeigen. In Zaanse Schans gibt es das Zaans Museum. (Quelle: Wikipedia)

Die Gärten angrenzend an den Häusern in diesem Freilichtmuseum waren so hübsch arrangiert. Hier lässt es sich schön leben, so mein Gedanke. Wer Amsterdam besucht, sollte auf jeden Fall einen Ausflug nach Zaanse Schans einplanen.

Weiter ging es nach Rotterdam und während der Fahrt stöberte ich zum Zeitvertreib auf meinem Blog und auch Instagram wurde geklickt, denn auf der Autobahn gab es nicht wirklich viel zu sehen und das Tempolimit ist sehr begrenzt. Da lobe ich mir doch unsere Autobahnen.

Und auch in Rotterdam hatte ich kein Glück, einem Spiel beizuwohnen, denn ich war zwei Tage zu früh dort. Eine Stadionführung hätte man mitmachen können, so auch in Amsterdam, aber da hätte ich dann doch mehr Interesse an unserem Schlauchboot in der bayrischen Landeshauptstadt.

Am Mittwoch spazierte ich durch den bekanntesten und zweitgrößten Park der niederländischen Hauptstadt – dem Vondelpark. Ich war Vormittags dort, doch hätte es vielleicht auf die Abendstunden verlegen sollen, denn seit 2008 ist in diesem Park Sex in der Öffentlichkeit mit Einschränkungen erlaubt und ich wäre gerne mal als Voyeurin aufgetreten.

Last but not least: Heineken Experience

Die Heineken Experience befindet sich im Gebäude der ursprünglichen Brauerei im Zentrum von Amsterdam. Im Jahr 1988 wurde die Brauerei wegen Unfähigkeit zur Deckung der hohen Nachfrage geschlossen und begrüßt seit 1991 Besucher aus aller Welt. Heute ist es eine selbstgeführte, interaktive Reise durch die Welt von Heineken. Sie können die Geschichte des Unternehmens erkunden, die 4 natürlichen Zutaten unseres Biers, den Brauprozess, einen Verkostungsraum und die Marke Heineken. Natürlich können Sie am Ende 2 Heineken genießen oder lernen, wie Sie ein perfektes Glas Heineken zapfen. (Quelle: Tours&Tickets)

Ich bin eigentlich kein Biertrinker, aber einen Blick hinter die Kulissen einer Brauerei wollte ich schon immer mal werfen. Die Tour durch die Heineken Experience sollte ich nicht bereuen. Neben der Geschichte von Heineken konnte man vor der Zugabe von Hopfen probieren, aber bekam hinterher auch ein fertiges Bier serviert. Außerdem war man im Simulator vom Anfang bis zum Ende der Produktion zugegen. Als Besucher läuft man nicht nur durch die Räumlichkeiten, sondern wird aktiv eingebunden.

Leider hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Auf Wiedersehen Niederlande, Tschüß Holland – ich komm wieder, Hauptsache Amsterdam. Karaoke habe ich auch gesungen und um welches Lied es sich dabei handelt, erfahrt ihr hier:

 

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