Fiona Barton: “Die Witwe”

Ein liebender Ehemann oder ein kaltblütiger Mörder… Was weiß sie wirklich?

Fiona Barton: “Die Witwe”

Die Witwe

Titel: “Die Witwe”
Autor: Fiona Barton
Verlag: Wunderlich (erschienen: 21. Mai 2016)
Taschenbuch: 432 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8052-5097-9
Preis: 16,99 € €
Bestellbar: hier

KlappentextDie Frau. Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.
Der Mann. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.
Die Witwe. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen …

Autorin: Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. «Die Witwe» ist ihr erster Roman.

Ich habe gelesen: Sowohl das Cover verziert mit meinen Lieblingsblumen, als auch der Klappentext sprachen mich sehr an, so dass ich gewillt war, dieses Buch zu lesen. Die Autorin bietet dem Leser eine kleine interessante Einleitung, abgezielt auf die Frauen, die auf der Treppe vor dem Gericht hinter ihren Mann stehen. Was wissen diese Frauen über ihren Mann? Kennen sie die Wahrheit? Schweigen sie absichtlich, um ihre heile Scheinwelt zu bewahren oder sind sie zu blauäugig um das wahre Monster in ihrem Mann zu erkennen? Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, doch durch die Absätze, Zeitsprünge und lesend aus den Perspektiven der 4 Hauptcharaktere wirkt der Roman wie ein Tagebuch. Anfangs konnte mich “Die Witwe” leider überhaupt nicht packen und nach 40 Seiten musste ich mich aufraffen, das Buch weiterzulesen. Die Verschwiegenheit der Witwe Jean Taylor machte es der nach einer Story gierenden Journalistin Kate nicht leicht und die Geschichte zog sich. Ela tat sich beim Lesen einfacher und war sehr schnell mit dem Buch durch. Unsere Geschmäcker gehen dieses Mal weit auseinander. Meine Frage, ob das Buch noch spannender wird, hat sie bejaht. Tatsächlich behielt sie recht.

Spätestens ab der Entführung der 2 jährigen Bella waren auch meine Nerven wachgerüttelt. Laut Bellas Mutter Dawn Elliott hatte die kleine Bella nur ein paar Minuten vor ihrem Verschwinden unbeaufsichtigt im Vorgarten gespielt. Später erfahren wir, dass es länger als nur wenige Minuten waren. Nach Bellas Entführung gibt Dawn permanent Interviews. Das Verschwinden des eigenen Kindes ist das Schlimmste, was einem passieren kann und auch wenn die allein erziehende Dawn oft überfordert war und sich manchmal mehr Freizeit gewünscht hat, nehme ich ihr die Verzweifelung komplett ab.

Ermittler bei dem Fall Bella Elliott ist Bob Sparkes. Aufgrund eines Hinweises, verfolgt Bob anfangs eine falsche Spur, was der Polizei unnötige Zeit kostet. Weitere Hinweise führen Bob letztendlich zu Glen Taylor und alles scheint darauf hinzudeuten, dass es einzig Glen gewesen sein kann, der Bella entführt hat. Die Beweislage ist nicht ausreichend und Glen erhält vor Gericht Freispruch. Verdient unschuldig? Das weiß nur seine Frau Jean. Doch was weiß Jean genau? Schweigt sie aus Liebe zu ihrem Mann oder verdrängt sie alles, um sich ihre Welt weiterhin bunt auszumalen? Nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes Glen bricht sie zunehmend aus ihrem einfältigen “Frauchen”-Daseins aus.

Was mit Bella passiert ist, erfahren wir am Ende des Romans. Nicht nur Glen war an dem Tag der Entführung mit einem blauen Lieferwagen in der Gegend unterwegs, auch sein Kollege Michael Doonan hatte dort geschäftlich zu tun und wie der Leser später erfährt, sah er sich “gezwungen”, der Polizei gegenüber nicht ganz ehrlich zu sein.

Fazit: Eine Entführung ist immer starker Tobak und als Leser einer solchen Story bleibt man automatisch dran, dieses Buch weiterzulesen. Man möchte wissen, was passiert ist und man möchte wissen, wie es ausgeht. Im Vordergrund standen hier aber immer wieder die stupiden Gedankengänge der Witwe und so konnte mich diese Geschichte nur wegen dem Verschwinden der kleinen Bella ergreifen, denn ich war sehr gespannt auf das Ende. Ihr auch?

Fiona Barton “Die Witwe” wurde mir kostenlos von  als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

2 Gedanken zu „Fiona Barton: “Die Witwe”

    1. BeautyPeaches Artikelautor

      Also lesenswert ist es schon, aber eher wegen der Geschichte mit der Entführung. Man merkt dann selber erstmal, wie leichtsinnig man in manchen Situationen mit gewissen Informationen umgegangen ist. Liebe Grüße, Sabrina

      Antworten

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