Andreas Gruber: “Todesmärchen”

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …

Andreas Gruber: Todesmärchen”

Titel: „Todesmärchen“
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann (erschienen: 15. August 2016)
Taschenbuch: 544 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-48312-9
Preis: 9,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Autor: Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Ich habe gelesen: Auch bei dem dritten Teil der Nemez-Sneijder-Reihe war ich schnell durch. Der Autor griff erneut das Thema Märchen auf. “Todesfrist” und “Todesurteil” ließen mir schon das Blut in den Adern gefrieren, aber “Todesmärchen” setzte der Serie noch ein Krönchen auf.

Erneut haben wir zwei Handlungsstränge. Dieses Mal ist nicht nur ein Zusammenhang erkennbar, sondern konnte ich sofort erahnen, worum es der Psychologin Hannah in Wahrheit geht, als sie ihren Dienst im norddeutschen Steinfels antritt. Wenn man drei Bücher gelesen hat, ähnelt die eigene Denkweise eventuell der Vorstellung des Autors.

Während die Psychologin ihr eigenes Vorhaben vorantreibt, ereignen sich in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und in den Niederlanden furchtbare Morde. Sabine Nemez schließt gleich darauf, dass es sich dabei um ein und denselben Täter handelt, der Fallanalytiker Sneijder hingegen möchte das anfangs nicht mit Gewissheit behaupten. Oder möchte er es einfach nicht wahrhaben? Wie in den vorangegangenen Büchern haben die Morde persönliche Hintergründe und die Märchen von Hans Christian Andersen bieten dem Serienmörder die Vorlage.

Eine ermordete Frau sitzt vor ihrem Schminktisch, ihr Gesicht klebt auf dem Spiegel – absolut grausam und leider in meiner Vorstellung sehr lebendig. Die Nacht, nachdem ich das Buch gelesen hatte, fiel bei mir kein Auge zu. “Warum liest du solche Bücher überhaupt?” fragte mich meine Kollegin, als ich am nächsten Morgen total übermüdet zur Arbeit kam. Ja warum eigentlich? Thriller sind meine Lieblings-Genre, denn während es sich zum Beispiel beim “Liebesschnulze” erahnen lässt, wie es ausgeht, wird man bei Thriller meistens sehr überrascht.

“Todesmärchen” hielt auch einige Überraschungen bereit. Nur das Ende fand ich persönlich etwas unspektakulär und zum Teil waren Handlungen der Protagonisten dieses Mal vorhersehbar. Ansonsten ist es dem Autor mit seinem packenden Schreibstil erneut gelungen, mich in seinen Bann zu ziehen

Fazit: Ich bin gespannt auf weitere Fälle des Duos Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Allerdings interessieren mich auch weitere Werke des Autors. Großartig, Großartiger, Gruber

Und wenn sie nicht gestorben sind …

4 Gedanken zu „Andreas Gruber: “Todesmärchen”

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