Andreas Gruber: “Todesfrist”

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration.

Andreas Gruber: “Todesfrist”

Titel: „Todesfrist“
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann (erschienen: 18. März 2013)
Taschenbuch: 432 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-47866-8
Preis: 9,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: »Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …

Autor: Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Ich habe gelesen: Der Autor versteht es, den Leser ab der ersten Seite an das Buch zu fesseln. Ich habe nach der Nachtschicht angefangen zu lesen und nur widerwillig aufgehört, um ein wenig Schlaf zu bekommen. Die Spannung baute sich hierbei nicht langsam auf, sondern war sofort zugegen. Habe ich letztens noch geschrieben, dass sich Thriller oftmals sehr ähnlich sind, kann ich das bei “Todesfrist” jedoch nicht behaupten. Die Handlung ist einzigartig und nicht vergleichbar mit anderen Büchern dieses Genres.

WEH! Jetzt geht es klipp und klapp mit der Scher’ die Daumen ab… Nach den Geschichten eines Kinderbuchs richtet der Täter seine Opfer. Die Schauplätze werden von ihm mit Bedacht gewählt und in den Verbrechen zeigt er sich sehr kreativ. Das Motiv möchte ich hierbei nicht aufgreifen.

Zudem sind die Charaktere höchst authentisch. Vor allem der BKA-Fallanalytiker Maarten S. Sneijder konnte mich mit seiner arroganten Art sehr überzeugen. Durch ihn gewinnen die Dialoge an Biss und ließen mich manchmal sogar schmunzeln. Bei der brutalen Vorgehensweise des Mörders vergeht einem das Lächeln aber sehr schnell. Auch die Mutter der Kommissarin Sabine Nemez wird zum Opfer des Serienmörders und man könnte an der Objektivität der jungen Polizeibeamtin zweifeln. Nicht nur den Leser überzeugt sie vom Gegenteil, sondern auch den sonstigen Einzelgänger Sneijder und schnell bezieht er sie in die Ermittlungen mit ein.

Das Buch switscht nicht nur zwischen dem Mörder und den Ermittlungen hin und her, sondern auch eine zeitliche Abfolge ist nicht vorhanden. Vorgesehen mit den entsprechenden Überschriften sorgt der Autor aber für wenig Verwirrung und ich geriet beim Lesen nicht einmal ins Stocken. Nach einer weiteren Nachtschicht las ich das gruselige Buch zu Ende und verzichtete aus Angst trotz einfallendem Tageslicht auf meine Schlafmaske.

Fazit: “Todesfrist” ist ein gelungener Auftakt der Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez-Reihe und Andreas Gruber hat eine weitere begeisterte Leserin für sich gewonnen. Genial, Genialer, Gruber!

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