Linne van Sythen: „Wenn du mich endlich liebst“

Liebe, Intrigen, Lügen

Linne van Sythen: „Wenn du mich endlich liebst“

Titel: „Wenn du mich endlich liebst“
Autor: Linne van Sythen
Verlag: bookshouse (erschienen: 10. Januar 2017)
Taschenbuch: 449 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-9963-53-781-5
Preis: 14,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: Als Annas Baby stirbt, sie ihren Mann beschuldigt und sich trennt, gesteht Bardo ihr endlich seine Liebe. Obwohl er sich rührend um sie kümmert, kann er ihr Herz nicht erobern. Er bedrängt Anna so sehr, dass sie sogar in eine andere Stadt flieht. Bardo folgt ihr heimlich. Weil sie inzwischen mit Mario zusammen ist, wirbt er nicht offensiv um sie, sondern mailt er ihr über eine Internetpartnerschaftsagentur als Thomas. Als Anna ihn tatsächlich treffen will, zögert Bardo. Was passiert, wenn Anna entdeckt, dass Thomas ihr alter Freund Bardo ist? Und muss er Mario nicht erst von ihr wegtreiben? Besessen taktiert Bardo immer gewagter und verstrickt sich in sein Netz aus Lügen und Intrigen. Dabei kommt Anna ihm auch noch auf die Spur. Hat er nun endgültig verloren? Oder kann es für ihn und Anna doch noch die ersehnte große Liebe geben?

Autorin: Linne van Sythen ist das Pseudonym der Autorin Ursula Wohlfart. Sie studierte Soziologie und Pädagogik und veröffentlichte viele Fachbücher. In der Belletristik startete sie mit einem Geschichtenband über Liebesturbulenzen in der Weihnachtszeit und einem Krimi „Zucker auf der Fensterbank“. Die Autorin lebt mit ihrem Mann Paul und ihrer Bernhardinerhündin Paula in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Sie arbeitet in der beruflichen Weiterbildung.

Da ich bekanntlich neugierig bin und vieles hinterfrage, kreisen meine Gedanken nach dem Lesen oftmals noch lange um die Geschichte und deren Ursprung. Vielen Dank an Linne van Sythen, dass sie sich für das interessante Interview bereiterklärt hat:

Woher bekommst du als Autorin die Ideen für deine Romane?

Meist, wenn ich interessante Menschen mit brüchigen Biographien kennenlerne. So entsteht eine Idee für eine Romanfigur, für die mich dann eine Geschichte „anfällt“. Im Kontext meiner Arbeit lernte ich z. B. eine Transsexelle kennen und die Frage „Was ist heute eine Frau, was ist ein Mann?“ ließ mich nicht mehr los. Die Protagonistin meines Psycho-Krimis „Zucker auf der Fensterbank“(Neues Literaturkontor, Münster) wurde also eine Frau, die ihr erstes Leben als Mann gelebt hat.

Aber es kann auch anders sein. Ich wünschte mir schon immer, viel mehr Zeit für meine abendliche Schreibsession neben dem Job zu haben, um meine phantasievolle Seite ausleben zu können. So dachte ich mir eines Tages, wie schön es doch wäre, eine Zwillingsschwester zu haben, die ich an meinen Arbeitsplatz schicken könnte, um den ganzen Tag Zu Hause tolle Geschichten erfinden zu können. So entstand die Idee zu meinem Roman „ Wenn zwei es wagen. (K)ein Liebesroman“ (Ullstein Forever), in dem sich zwei Zwillingsschwestern in einer Druckerei heimlich einen Ganztagsjob teilen. All die Turbulenzen allerdings, die meine Schwestern bei ihrem gewagten Jobsharing erleben und durchleiden – ständige Angst vorm Auffliegen, Liebeskummer, gegenseitiges Misstrauen und letztlich eine Erpressung – würden mich aber selbst den letzten Nerv kosten.

Hast du oder jemand aus deinem Umfeld etwas Derartiges erlebt wie die Protagonisten in deinem Roman „Wenn du mich endlich liebst“?

Teils, teils. Ich bin nie gestalkt worden, ich habe auch keine Kinder. Was ich aber mehrfach in meinem Leben durchlitten habe: an einer Liebe festzuhalten, für die es keine Chance gibt. Dennoch habe ich mich darein verbissen und nicht loslassen können. Gestalkt habe ich nicht. Aber die Realität nicht erkennen wollen (also unerwiderte Liebe), musste ich mir schließlich bitter eingestehen. Insofern ist mir Bardo sehr nahe.

Und Fehler im Liebeshandeln habe ich bei mir oft sehr spät, zu spät erkannt und konnte sie mir und dem Gegenüber gar nicht oder nicht rechtzeitig eingestehen. Insofern steckt auch Biografisches in meinem Roman.

Warum hast du dich für dieses Ende im Buch entschieden?

Nun, ich will das Ende hier natürlich nicht verraten, um potentiellen Leserinnen nicht die Spannung nehmen.

Mein Roman fragt ja danach, ob Verzeihen nicht zum Leben gehört. Und warum das so wichtig für unser Lebens- und Liebesglück ist. Ich möchte Menschen keine Veränderungskompetenz absprechen – und so auch nicht meinen Romanfiguren. Das prägt auch das Ende meines Romans. Da beide Hauptfiguren letztlich zu ihren Fehlern stehen, Einsicht zeigen und für sich neue und andere Wege gehen, können sie einander auch verzeihen. Ohne dabei gleich in einem glückseligen Happy End zu landen. Ich wäre froh, wenn mein Roman dazu anregt, vorschnelle Urteile in Liebesdingen in Frage zu stellen und rüberkommt, dass die Liebe viele Wege gehen kann, wir letztlich im Verzeihen der Liebe vertrauen sollten.

Mich leitet da inzwischen (nach vielen Jahren Lebenserfahrung) ein Spruch von Mahatma Ghandi: „Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Stärke.“ Ich wünschte, ich hätte das eher in meinem Leben begriffen.

Magst du deine männliche Hauptfigur, den Bardo?

Aber ja! Mich langweilt es absolut über „gute“ Helden und „böse“ Gegenspieler zu schreiben. Mich fasziniert es, Charaktere zu entfalten, die beide Seiten haben, eben „gut/sympathisch“ und „böse/unsympathisch“.

In meinem Roman „Wenn du mich endlich liebst“ habe ich also zwei Hauptfiguren kreiert, die besessen und auch skrupellos ein für sie wichtiges Lebensziel verfolgen und sich gegenseitig verletzten und auch andere.

Bardo ist ein kleiner Mann ohne Glück in der Liebe. Der geniale Werbetexter und Opernliebhaber, fern jeglicher Eigenschaften, die einen Frauenheld oder Herzensbrecher ausmachen, will endlich seine geliebte Anna als Lebenspartnerin gewinnen. Dabei verheddert er sich – liebevoll und besessen – in seine gewagten Strategien, bis hin zum Stalking.

Mein Bardo, ein Mann, der sich in der Liebe verrennt, handelt sehr wohl verletzend, überheblich und grenzüberschreitend. Aber dabei bleibt er durchaus ein sympathischer Kerl, der sich auch selbstkritisch in Frage stellen kann. Immer wieder unterstützt und hilft er Anna und ihrer Tochter. Und das sehr liebevoll. Sogar für Mario, seinen Rivalen, entwickelt er Mitgefühl und berät ihn, steht auf seiner Seite. Sein vielschichtiges Verhalten ist für mich ja so faszinierend, und ich hoffe auch für meine Leser/-innen. Er verfolgt zwar seine Ziele – so wie wir es wohl nicht tun würden – handelt aber immer wieder als mitfühlender Mensch, ja gar als Freund.

Wenn du ein Projekt beendet hast, fühlst du dich. …?

Zwiespältig. Es ist ein tolles Gefühl, einen Roman beendet zu haben. Erst recht, wenn ihn dann auch ein Verlag will und veröffentlicht. Aber ich bin auch immer traurig, mich von einer Geschichte zu trennen, mit er ich so lange Zeit verbracht habe.

Was möchtest du deinen bereits vorhandenen Leser und natürlich auch den zukünftigen Lesern noch mitteilen?

Eine ganz besondere Botschaft. Hunde können einfach toll sein.

All meine Schreibideen und Hänger beim Schreiben diskutiere ich mit meiner Muse, meiner Bernhardinerhündin Paula, auf langen Spaziergängen. Immer wieder freue ich mich über ihre gewitzten Kommentare. Deshalb gibt es in meinen Romanen auch immer wieder einen Hund als Nebenfigur, der als kluge und sehr spritzige Nebenfigur agiert und eine der Hauptfiguren berät. In meinem aktuellen Roman „Wenn du mich endlich liebst“, bekommt der Protagonist Bardo immer wieder „Lack“ von seiner Riesendogge Tosca.

Tja, als Autorin bin ich total auf den Hund gekommen!

Ich habe gelesen: Wenn du mich endlich liebst… Wer war nicht schon einmal unglücklich verliebt? Ein aussichtsloser Kampf… so auch für Bardo, der schon sehr lange in seine Nachbarin Anna verliebt ist. Er ist immer für sie da, lässt alles stehen und liegen, wenn sie ihn braucht. Aber macht ihn das für sie auch nicht letztendlich zu selbstverständlich? Anna ist eigentlich eine kompetente Frau, aber dennoch verschließt sie die Augen vor dem Offensichtlichen. Ihr Mann hatte längst bemerkt, dass der Nachbar Bardo in sie verliebt ist. Und sie? Möchte sie es nicht sehen oder sieht sie es wirklich nicht?

„Schlimmer als blind sein ist nicht sehen wollen.“ -Wladimir Iljitsch Lenin-

Nachdem Kindstod ihres Babys gibt Anna ihrem Mann die Schuld und verlässt ihn, trotz dass sie erneut von ihm schwanger ist. Bardo sieht somit seine Chance und gesteht Anna seine Liebe. Er ist mehr denn je für sie da und übernimmt auch ein Stück weit die Vaterrolle für Anna ihre Tochter. Anna jedoch fühlt sich sehr eingeengt und erdrückt von Bardo seinen Liebesbeweisen und zieht mit der Kleinen in eine andere Stadt. Im Laufe der Story stellt sie sich dennoch immer mal wieder die Frage, ob er nicht doch der Richtige gewesen wäre.

Die Autorin hat die Geschehnisse gut rüber gebracht und dem Leser darf bewusst werden, dass man Liebe auch ersticken kann. Bardo gibt nicht auf. Er folgt Anna und nimmt zudem unter einem Pseudonym über eine Internetplattform Kontakt zu ihr auf. Sie lässt sich darauf ein und merkt nicht, wie sehr sie von ihm manipuliert wird.

Bardo ist kein schlechter Mensch und ein Stück weit kann ich sein Handeln nachempfinden. Er hält an seiner Liebe zu Anna fest und teilweise fühlte ich während des Lesens mit ihm. Dennoch geht er zu weit. Er beobachtet Anna, bringt sich heimlich weiterhin in ihr Leben ein, obwohl sie wegen ihm sogar die Stadt verlassen hat und manipuliert sowohl sie, als auch ihren neuen Partner Mario. Auch der Rückzug von Anna ist mehr als nachvollziehbar. Wer möchte schließlich bedrängt werden?

Zu viel möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht verraten. Wenn man jedoch dahinter kommt, welche Ausmaße die Zuneigung des Gegenübers hatte und wie sehr man gestalkt wurde, kann man denn das noch verzeihen? Ist man dann noch fähig, diesen Menschen zu lieben? Ich denke, ich würde eher Abneigung oder gar Hass verspüren.

Fazit: Die Autorin hat mit ihrem Buch ein immer wiederkehrendes Thema der heutigen Gesellschaft aufgegriffen und hat es in ihrer Story ausgezeichnet umgesetzt. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Spannung ließ bis zum Schluss nicht nach. Allerdings hätte ich mich persönlich für ein anderes Ende entschieden. Nicht immer siegt die Liebe über die Vernunft.

Das Buch von Linne van Sythen: „Wenn du mich endlich liebst“ und das Bildmaterial für meine Rezension wurden mir kostenlos von der Autorin zur Verfügung gestellt.

Kneipp ViP Autoren Treffen 2017

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Lange habe ich mich auf das diesjährige Kneipp Blogger-Event gefreut. Am letzten Freitag war es endlich soweit. Ela von ElaLettrice und ich traten gegen 10.00 Uhr unsere Reise in Richtung Hann.Münden an und die Aufregung war bei uns beiden recht groß. Unterwegs sammelten wir noch Claudia von Family, life, love & cooking  ein.

Angekommen im Flux Bio-Hotel Werratal bezogen wir erst einmal unser Zimmer. Es war nicht so geräumig wie letztes Jahr im Kneippianum, aber sehr gemütlich. Dem Programm-Heft lag auch dieses Mal wieder ein kleines Begrüßungsgeschenk bei.

Nachdem wir uns ein bisschen eingerichtet hatten, zog uns der Hunger und die Neugier auf die anderen Teilnehmerinnen an die Bar. Besonders freute ich mich auf Sandra von Familien Zauber, Katja von More than Flowers und Tina-Maria von Blogzeit39.

Gestärkt von einem sehr leckeren Detox-Salat begaben wir uns in sportliche Kleidung und ein bisschen freute ich mich sogar auf den Yoga-Kurs. Aus zeitlichen Gründen fiel dieser dann leider aus und wir gaben uns nach einer Begrüßungsrunde nur eines meditativen Schweigens hin. Als kleine Überraschung hielt die liebe Manuela vom Kneipp-Team jedoch 2 DVDs für uns bereit und nun kann ich vor dem heimischen Fernsehgerät sowohl Yoga als auch Pilates üben. Auch meine Tochter war begeistert und freut sich auf einen Yoga-Kurs mit mir.

Mit unserem schicken Event-Taxi fuhren wir dann nach Göttingen ins Restaurant Planea Basic. Dort angekommen zogen wir bereits eine Masse an Autos hinter uns her, welche auch geduldig warten mussten, während sich das Kamera-Team vor dem Bus positionierte.

Im Planea standen die Herbst-Neuheiten bereit und wir konnten sie in Ruhe bestaunen und beschnuppern. Neben den Produkten, welche ich derzeit teste, habe ich weitere Favoriten für mich entdeckt und über die eine oder andere Herbstneuheit von Kneipp werde ich schon bald berichten.

Weiter im Programm ging es mit einem Kochkurs. Während einige Mädels sich an einer Station aufhielten, um aktiv mitzuwirken, begab ich mich in jede Abteilung und schaute den werkelnden Mädels gerne über die Schulter. Das Essen, was uns später serviert wurde, fand ich schon sehr speziell. Ich bin mir sicher, dass einige Gaumen sich daran erfreuen, aber ich mag es dann doch lieber „solide“ und ließ einiges zurückgehen. Unser Hotel erreichten wir dann ganz schön spät und ich fiel müde in mein Bett.

Bereits um 08.00 Uhr gab es am Samstag Frühstück, für das wir uns Zeit lassen konnten. Die geplante Abfahrt mit unserem Event-Taxi war um 09.30 Uhr. Am Vormittag bereisten wir die Saline Luisenhall. Hier wurden wir durch diverse Räume geführt und dabei brachte man uns die Salzgewinnung näher. Auch wenn ich mir nicht alles merken konnte, fand ich den Rundgang sehr interessant und nun weiß ich auch, wo das Salz herkommt, welches die Firma Kneipp in den Produkten verarbeitet.

Anschließend erwarb ich in dem kleinen Geschäft der Saline Luisenhall noch ein paar Mitbringsel und natürlich bleibt ein Cremchen davon auch in meinem Besitz.

Mit unserem Rockabilly-Bus fuhren wir dann zum Barfuß-Wanderweg Staufenberg / Nienhagen. Gewappnet mit einem Lunchpaket und ohne Schuhe ging es also los – querfeldein, ähm querwaldein. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass ich das bis zum Ende durchhalte, aber wahrhaftig, ich habe es geschafft. Sogar durch eine schlammige Pfütze bin ich hindurch marschiert, ohne zu wissen, was alles darin umher kraucht. Ich bin also bereit für das Dschungel-Camp. Dennoch war ich auch ein wenig erleichtert, denn circa 2 Stunden wandern ist barfuß dann doch etwas anstrengend. Abgesehen davon war die Barfuß-Wanderung eine tolle Erfahrung. Mir wird dieses Erlebnis lange in Erinnerung bleiben.

Zurück im Hotel durften wir erst einmal Kaffee und Kuchen genießen, bevor wir uns am Steg für ein Fotoshooting trafen… weil ich ja gerade bei Nahaufnahmen so fotogen bin.

Vor dem Abendessen hatten wir Zeit, die ich für die Körperhygiene und ein wenig Entspannung auf meinem Bett nutze. Noch ein wenig die Blogs der Teilnehmerinnen durchstöbert und die Beiträge zum Kneipp-Event auf Instagram verfolgt und dann begaben Ela und ich uns zu den anderen Mädels.

Das Essen war lecker. Bei Suppe dreht sich mein Löffel eigentlich automatisch, aber die Kürbissuppe war sehr köstlich. Auch das Fleisch aß ich mit Begeisterung. Die dazu servierte Polenta war ganz in Ordnung, aber traf nicht ganz so meinen Geschmack. Das Dessert hingegen fand meine Zuneigung. So richtig gemütlich und vor allem sehr lustig wurde es dann nach dem Essen. So verging der Abend dann doch auch sehr schnell.

Auch der Sonntag begann sehr früh, genau genommen waren Ela und ich bereits kurz nach 05.00 Uhr wach. Wir blieben natürlich noch in unserem kuscheligen Bett und quatschen erst einmal ausgiebig. Ein bisschen war es wie im Ferienlager und ich fand es toll. Dann hieß es auch schon „packen“ und nachdem das Gepäck im Auto verstaut war, konnten wir wieder ausgiebig frühstücken.

Anschließend begaben wir uns auf unsere letzte Tour mit unserem Event-Taxi. Auf dem Programm stand das Waldpädagogikzentrum RUZ-Reinhausen. Bei einem kleinen Rundgang wurde uns einiges über die ehemalige Klosteranlage erzählt.

Zudem hatten wir die Gelegenheit, uns im anliegenden Garten an den Kräutern zu bedienen und konnten uns somit ein Kräutersalz ganz nach eigenem Geschmack kreieren. Auch Apfelsaft durften wir selber herstellen. Da aber zu viele Köchinnen den Brei verderben, war ich nur stiller Zuschauer. Arbeit macht hungrig und so waren wir eingeladen von mehr als 80 diversen Kartoffelsorten 8 Varianten zu kosten. Ich hätte nie gedacht, dass man da großartig Unterschiede merkt.

Alles hat ein Ende,.. so auch ein tolles Wochenende. Wir fuhren ein letztes Mal mit unserem schicken Taxi zurück zum Hotel. Da wir etwas später zurück waren, als geplant und einige Mädels ihren Zug erreichen mussten, fiel der Abschied sehr kurz aus.

Jede Teilnehmerin erhielt noch eine Goodiebag mit gut ausgewählten Produkten. Besonders freue ich mich über die Badeperlen und das Trockenöl. Unter anderem lag noch das Rezeptbuch WILDE GRÜNE SMOOTHIES bei und nun kann ich mir zu Hause diese Powerdrinks zaubern.

Nun folgt noch eine kleine Bilderflut von unserem Photographen von Sven Spiegel Photography, welcher uns das gesamte Wochenende im Visier hatte:

Ein ganz herzliches Dankeschön an Claudia, Manuela, Katrin, Melanie und natürlich an das restliche Team. Ihr habt das alles so schön organisiert und uns Kneipp ViP Autoren ein wunderschönes Wochenende ermöglicht. Ich hatte wieder sehr viel Spaß.

Auch ein Kamera-Team war erneut zugegen und das Video zu unserem Wochenende ist absolut toll geworden. Ich kann mich gar nicht satt sehen ♥

Wer nun noch nicht genug Eindrücke vom Kneipp ViP Autoren Treffen 2017 erhalten hat, darf gerne bei den anderen Mädels stöbern gehen:

Dieser Beitrag des Kneipp ViP Autoren Treffens 2017 wurde möglich durch die Einladung der Kneipp GmbH. Die Kneipp ViP Autoren sind eine Community von Bloggern und Produkt-Testern, die kostenlose PR-Sample für Produkt-Tests von der Kneipp GmbH erhalten. Hier gezeigte Produkte wurden im Rahmen eines Events von der Kneipp GmbH ausgestellt.  Eine Berichterstattung erfolgt ohne Auftrag, Anweisung und Honorierung durch die Kneipp GmbH. Für den Inhalt der Beiträge bin ich als Autor verantwortlich.

Fesche Gretl Naturkosmetik

Dieser Beitrag enthält Spuren von Werbung für die Naturkosmetikmarke Fesche Gretl.

Ein fesches Gretl habe ich während meines Aufenthalts in Südtirol nicht kennengelernt. Liegt aber vielleicht auch daran, dass die Produkte von der Naturkosmetik Fesche Gretl in Österreich hergestellt werden. Durch alle 3 verfügbaren Produkte aus dem Bereich der Gesichtspflege habe ich mich während des Sommers getestet.

Wer oder was ist die Fesche Gretl Naturkosmetik? „Die Almkosmetik GmbH ist ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Puchenau bei Linz und stellt Naturkosmetikprodukte her. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, moderne naturkosmetische Pflegeprodukte mit der Wirkung alpiner Pflanzen herzustellen. Das bedeutet für das Unternehmen haptisch ansprechende Cremen, ausschließlich hochwertige Rohstoffe aber auch cooles Design. Sämtliche Produkte werden in kleinen Chargen frisch von der Almkosmetik GmbH vor Ort produziert, eine Manufaktur mit Liebe zum Detail.“ (Textquelle: https://feschegretl.at)

Die Fesche Gretl Naturkosmetik-Gesichtscreme für trockene oder reife Haut hatte ich zuerst im Test. Klar habe ich mit meinen 38 Jahren schon etwas reifere Haut, aber im Gesicht spüre ich keine Trockenheit. Ich neige eher zur Mischhaut. So wusste ich bereits vor dem Test, dass diese Variante nicht die geeignete Pflege für mich sein wird. Der Pumpspender bietet mir eine hygienische und präzise Entnahme der Pflege. Ein Pumpstoß reicht hierbei auch völlig aus. Bei einer Voranwendung des Hyaluron Gels schmiert die Gesichtscreme etwas, ansonsten lässt sie sich aber sehr gut verteilen. Sie fettet jedoch leicht nach. Wahrscheinlich um der trockenen Haut entgegenzuwirken. Gerne hätte ich den Duft von den Zugaben von Lavendel und Rose wahrgenommen. Die Fesche Gretl Naturkosmetik-Gesichtscreme glänzt jedoch mit einem typischen Aroma der Naturkosmetik – etwas erdig, aber nicht unangenehm und zudem verfliegt der Duft recht schnell.

Das Naturkosmetik Hyaluron Gel ist wie sonstige Hyaluronseren ein ergänzendes Produkt zur üblichen Gesichtspflege. Ich bin manchmal „eincremträge“ und so kommt bei mir ein Hyalurongel wenig zum Einsatz. Zudem schwitzt mein Gesicht, wenn ich zu viel Pflege auf einmal anwende. So trage ich das Fesche Gretl Hyaluron Gel gelegentlich abends vor dem Eincremen auf und freue mich morgens über meinen frischen, erholten Teint. Eine Minimierung meiner Fältchen kann ich aber auch hier nicht zustimmen.  Den Duft dieses Gels finde ich klasse. Ein wenig riecht es wie eine Kamillen-Tinktur. Meiner Pragmatik geschuldet wünsche ich mir dennoch ein All-in-One-Produkt.

Mein Favorit der Almkosmetik GmbH ist die Fesche Gretl Naturkosmetik-Gesichtscreme für normale Haut oder Mischhaut. Vom Duft her kommt sie der Variante für trockene oder reife Haut gleich, aber meine Gesichtshaut reagiert besser auf die Pflege für normale Haut oder Mischhaut und bringt auch keine kleinen Wimmerl zum Vorschein. Die Creme zieht schnell ein und hinterlässt mir ein gepflegtes Hautgefühl über den ganzen Tag. Allerdings schreckt mich der Preis von 35,- € (UVP) etwas ab. Da gibt es selbst aus dem Bereich der Naturkosmetik günstigere Pflegeprodukte.

Ich bin ein Verpackungsopfer und optisch finde ich die Gesichtspflege von die Fesche Gretl alleine durch die Umverpackung sehr ansprechend. Die Papphülsen sind hübsch anzusehen. Doch dient diese nur für den ersten Anblick. Denn die Creme einmal der Verpackung entnommen, tut man sie doch nie wieder da rein. Und was bleibt den Papphülsen letztendlich noch? Entweder wandern sie in den Müll oder sie werden zu Staubfängern. So erwecken die Produkte von die Fesche Gretl zwar schnell mein Interesse, aber ich stelle die Notwendigkeit der Verpackung in Frage. Man könnte das Design der Umverpackung auch direkt für die Pumpspender verwenden.

Allgemein gefällt mir die Pflege von Fesche Gretl Naturkosmetik ganz gut, doch hebt sie sich nicht von anderen Marken ab. Der Wow-Effekt bleibt also aus und es ist keine Gesichtspflege, wo ich denke, dass ich ausgerechnet Diese haben muss.

~PR-Sample~

Kneipp Herbst-Neuheiten 2017

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Obwohl der Himmel heute mit Sonnenschein glänzt, bin ich mir sicher, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist. Kneipp sieht das auch so und zeigt uns die Herbst-Neuheiten, welche seit dem 01. September 2017 im Kneipp Online-Shop verfügbar sind. Einen kompletten Überblick zu den Neuheiten erhaltet ihr hier >>Klick.

In meinem hauseigenen „Wellness-Tempel“ sieht es bald ähnlich aus wie im Kneipp Online-Shop. Gerade auf Badezusätze mag ich nicht mehr verzichten. Sogar die Mom meiner einstigen Gasttochter ist sehr begeistert von den Kneipp Pflegeprodukten, welche ich ihr an Weihnachten im letzten Jahr schickte. Bei meinem Besuch im Juli zeigte sie mir Diese noch einmal voller Freude. So wird auch in diesem Jahr wieder ein bisschen Kneipp nach Italien gehen.

Im Rahmen einer Aktion bekam ich von Kneipp folgende Produkte kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt:

  • Aroma-Pflegedusche „Eingekuschelt“ Winter-Edition
  • Badekristalle Warm-Up
  • Badekristalle Sch(l)af schön
  • Aroma-Pflegeschaumbad „Träumen“ Limited Edition
  • Bade-Essenz Lavendel
  • Pflegeölbad Pflegegeheimnis

„So wie nicht jeder träumt, der schläft, so schläft auch nicht jeder der träumt.“ -Georg Christoph Lichtenberg-

Ich hatte gestern bereits ein bisschen Lust zu träumen und das Regenwetter sprach ohnehin dafür, dass die Badesaison eröffnet ist. Mit meinem Aroma-Pflegeschaumbad „Träumen“ war der Schaum ein Traum. Allgemein werden mir meine Herbst-Neuheiten zur Entspannung verhelfen und wie ihr in meinem gestrigen Beitrag lesen konntet, habe ich Diese dringend nötig. Mir gönne ich jetzt eine Testphase und euch versorge ich bald mit meinem Résumé.

Im letzten Jahr durften die Kneipp VIP-Autoren beim Kneipp Blogger-Event die Herbst-Neuheiten beschnuppern. Vielleicht erhalten wir auch in diesem Jahr einen kleinen Einblick in die gesamten Neuheiten des Pflege-Sortiments von Kneipp. In 3 Wochen ist es so weit. Ich freue mich schon sehr darauf.

Zurück zu mir…

Eine Woche Rimini, eine Woche Gardasee und weitere 4 Tage in Trient… Mein Aufenthalt in Italien war dieses Mal etwas umfangreicher, als in den letzten Jahren. Abgesehen von Rimini habe ich mich erneut ein kleines bisschen in das Land verliebt. Eigentlich wollte ich auch über meine letzte Station gesondert berichten. Leider läuft das Leben nicht immer nach Plan und ich musste erst einmal zurück zu mir finden. Bevor ich aber darauf eingehe, möchte ich euch meine tollen Eindrücke meiner letzten Urlaubswoche nicht vorenthalten, auch wenn es bereits wieder eine Weile her ist.

Freitag Nachmittag traf mein Sohn mit dem Zug kommend aus München in Trient ein. Nach der Erleichterung, dass alles so gut geklappt hatte, folgte die Überraschung für meine einstige Gasttochter. Wenn ich an ihrem 18. Geburtstag schon einmal in Italien bin, dann kann ich auch persönlich gratulieren – so mein Gedanke. Für meinen 4 tägigen Verbleib wählten die Eltern meiner Gasttochter die Pension Agritur Ponte Alto und diese Unterkunft ist sehr empfehlenswert. Die Zimmer waren sehr neu, geräumig und vor allem richtig sauber. Das Frühstück war sehr liebevoll gestaltet. Das Müsli befand sich portioniert in kleine Gläschen und zudem wurde frisch gebackener Kuchen angeboten. Meinen Latte Macchiato bekam ich an den Tisch gebracht. Anstatt Zimmernummern griff man hier auf Namen diverser Weine zurück. Warum man dabei französische Sorten verwendet hat, weiß ich jedoch nicht. An der Rezeption und im Frühstücksraum war ich von einem herrlichen Duft umgeben, denn dort standen Cremes und Peeling zum Testen bereit. Darüber folgt bald ein weiterer Beitrag. Auch der Ausblick vom Balkon aus war einfach nur toll.

Der Campioni del Mondo erklimmt die italienischen Alpen… In Trient genoss ich nicht nur den Blick auf die Berge, sondern wagte auch den einen oder anderen Blick abwärts. Seilbahnen ermöglichten mir dabei einen Aufstieg, der mich nicht aus der Puste brachte. Auf einem Hügel entdeckte ich zudem das Mausoleum von Cesare Battisti. Da ich nicht wusste, um was es sich bei dieser Errichtung handelt, besuchte ich diese Stätte. Später erfuhr ich aber von meiner Gasttochter und ihren Eltern mehr darüber, zum Beispiel auch, dass viele Einwohner Italiens sein Handeln nicht befürworteten. Bei meinem Ausflug ins Val di Fiemme erkundete ich die Strecke der Ski-Langläufer. In Trient, bzw. allgemein in der Region Trentino habe ich mich sehr wohl gefühlt. Wieder einmal könnte ich Italien als meine Wahlheimat in Betracht ziehen.

Dienstag nach dem Frühstück war es dann soweit – Abschied von Bella Italia. Für Mittwoch hatte sich bereits Besuch aus Schwerin angekündigt und wir verbrachten den Tag im Freibad. Ich selber fand es ganz schön kühl. Stand da aber mit meiner Meinung ziemlich alleine da. Allgemein muss ich sagen, dass ich sehr oft friere, seitdem ich aus Italien zurückgekehrt bin. Auch mein Donnerstag verging sehr schnell. Den verbrachte ich in Erfurt – Latte Macchiato mit tollem Ausblick genießen. Freitag besuchte mich meine Freundin. Wir plauderten bis in die Nacht hinein und als sie sich am Samstag verabschiedete, kehrte Ruhe in mein Leben. Ruhe, die ich 3 Wochen lang nicht hatte. Ruhe, die ich mir in dieser Zeit immer mal gewünscht hatte. Ruhe, mit der ich dann nicht umzugehen wusste… Denn auf einmal hatte ich innerliche Unruhe.

Bereits vor ein paar Jahren litt ich unter meinen Panikattacken und Angstzuständen. Damals begab ich mich in eine Therapie, die mir sehr geholfen hat. Ich lernte mit meinen Gefühlen der Unruhe umzugehen. Kleinere Rückschläge konnte ich wegatmen. Doch dieses Mal hielt mich der Rückfall gefangen. Es ging gar nichts mehr. Deswegen bleibe ich meinen Lesern und vor allem einigen Kooperationspartnern noch diverse Beiträge schuldig. Langsam geht es wieder aufwärts und ich finde zurück – zurück zu mir.

Auslosung Gewinnspiel vom missfixx Pinken Werkzeuggürtel

Vor meinem Urlaub habe ich euch einen tollen pinken Werkzeuggürtel von missfixx vorgestellt >>>Klick. Zusätzlich hattet auch ihr die Möglichkeit, so einen stylischen Gürtel inklusive Werkzeug zu gewinnen.

Das Gewinnspiel ist beendet und ich möchte mich bei allen Teilnehmern bedanken. Ausgelost habe ich mit Superanton Tools.

Liebe Dajana, herzlichen Glückwunsch. Sende mir bitte bis zum Wochenende deine Adresse, dass sich dein missfixx pinker Werzeuggürtel auf den Weg machen kann.

Gardasee

Nach der Urlaubswoche in Rimini ging es weiter zum Gardasee. Schon von einem Plateau aus genoss ich einen herrlichen Blick auf die gesamte Landschaft und wusste sofort, dass ich mich dort wohlfühlen werde. Die Ortschaften kommen denen in der Toskana schon recht nah und ich bekam nun doch noch Italien zu sehen. Hier zeige ich euch eine kleine Bilderflut. Beim Anklicken der entsprechenden Fotos bekommt ihr diese in Originalgröße zu sehen.

Das ausgesuchte Hotel gefiel mir auch bedeutend besser, als das in Rimini. Es wirkte familiärer, da es um einiges kleiner war. Nur die Essenbestellung am Vorabend für den Folgetag war hier gleich. Leider kam die Bedienung am Abend oftmals nicht so richtig aus dem Knick. So bekam ich zwar mein Essen rasch, aber auf Getränke musste ich meistens lange warten. Die Besucher des Restaurants wurden schneller bedient, als die Hotelgäste. Entschädigt wurde ich zwar oft mit einem leckeren Essen, aber das nimmt mir den Durst nicht und nicht täglich konnte mich das Essen überzeugen. Auch hierbei bot man den Restaurant-Besuchern eine vielfältigere Auswahl, als seinen Hotelgästen. Die Dame, die das Frühstück verwaltete war da etwas eifriger. Sie war sehr freundlich und meinen Latte Macchiato bekam ich zum Schluss schon, ohne danach zu fragen. Ich mochte sie vom ersten Tag an. Von meinem Zimmer bekam ich nicht nur einen Blick auf den Gardasee und die Berge geboten, sondern schaute ich auch auf den kürzesten Fluss der Welt.

Zum größten Teil war ich direkt am See, aber auch Ausflüge standen auf dem Plan. Gerne wollte ich nach Verona. Vor allem die Arena von Verona wollte ich besuchen. Das Amphitheater ist eine etwas kleinere Variante des Kolosseums. Dieses besuchte ich 2009 und blickte auf die einstige Kampfarena. Die Arena von Verona schaute ich mir nur von außen an.

„Ein Kopfmensch wird nie verstehen, was der Herzmensch fühlt.“ Irgendwo zwischen all dem ganzen Hass, der Gleichgültigkeit und Ignoranz liegt sie vergraben, die Liebe. Manchmal muss man nur tief genug graben. Was aus der Liebe zwischen Romeo und Julia geworden ist, hat uns William Shakespeare erzählt. Auch beim Casa di Giulietta legte ich einen Stopp ein. Der Hof mit dem Balkon war nicht nur mit Menschenmassen überfüllt, sondern wirkte der Platz auch viel kleiner, als auf Bildern aus dem Internet. Ich finde aber, dass man das mit dem Balkon insoweit gut geregelt hat, dass man den einzeln betritt zwecks Fotos. Ungefähr eine halbe Stunde stand ich an, bis ich den Balkon betreten konnte. Ich finde, das geht in Ordnung.

Ein bisschen Zeit habe ich auch für Shopping eingeplant, wenn auch nur Unterwäsche, denn ich rangiere meinen Kleiderschrank etwas aus. Da muss wahrhaftig nichts Neues dazu kommen. Anschließend war ich noch in Sirmione. Auch dort ist es sehr schön, aber nicht so schön ruhig wie in meinem Urlaubsort Cassone. In der Nähe meines Ortes befanden sich 2 Schlösser und eins davon besuchte ich. Ein bisschen Geschichte, ein toller Ausblick auf den Gardasee und ein Zitronenbäumchengarten boten mir einen angenehmen Aufenthalt im Schloss von Torri.

Ahoi… an meinem letzten Tag am Gardasee schaute ich nicht vom Land aus auf den See, sondern vom See aus aufs Land. Volle Kraft voraus. Die Fahrt mit dem Motorboot hat sowas von Spaß gemacht und die 6 Stunden vergingen wie im Flug. Durch den Fahrtwind war die Hitze auch erträglicher, als die Tage zuvor. Der Blick auf die Berge spricht natürlich für sich. Der Tag war einfach nur herrlich.

Gestern Vormittag reiste ich dann weiter nördlich. Aufmerksame Leser meines Blogs wissen bereits, dass ich von Anfang Oktober bis Ende Juni eine italienische Gasttochter hatte. Gestern wurde sie 18 Jahre und so galt es, sie zu überraschen. Ihre Eltern waren natürlich involviert. Sie selbst hatte keine Ahnung.

Den Gardasee werde ich definitiv nochmal mit einem längeren Aufenthalt bereisen, denn ich habe noch so viele Plätze dort nicht gesehen. Mir hat es dort fast so gut gefallen wie in der Toskana und so blieb auch am Gardasee ein Stück meines Herzens hängen.

Sophie Kinsella: „Frag nicht nach Sonnenschein“

Manchmal ist das Leben nicht perfekt – und gerade deshalb so schön!

Sophie Kinsella: „Frag nicht nach Sonnenschein“

Titel: „Frag nicht nach Sonnenschein“
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (erschienen: 15. Mai 2017)
Taschenbuch: 544 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-48550-5
Preis: 9,99 € €
Bestellbar: hier

Klappentext: Katie Brenner aus dem ländlichen Somerset hat einen Job in ihrer Traumstadt ergattert: London! Die Lockenmähne wird gebändigt, der unfeine Dialekt abgelegt – und das Großstadtleben kann beginnen. Doch Katies Chefin Demeter entpuppt sich als Tyrannin, die sie nicht nur dazu verdonnert, ihr den Ansatz nachzufärben, sondern sie auch aus heiterem Himmel wieder feuert. Warum musste Katie sich auch in Demeters Affäre Alex verlieben? Zum Glück braucht Katies Vater just in diesem Moment ihre Hilfe: Die heimische Somerset-Farm soll zum Glampingplatz werden. Und als der tatsächlich zum begehrten Reiseziel wird, tauchen dort plötzlich Demeter und Alex auf …

Autorin: Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Ich habe gelesen: Sophie Kinsella ist eine von wenigen Autorinnen außerhalb des Thriller-Genre, von der ich kein Buch auslasse. Sie hat einen unglaublich witzigen Schreibstil. Schon die „Shopaholic-Reihe“ konnte mich komplett für sich einnehmen. Auch „Kein Kuss unter dieser Nummer“ und „Sag’s nicht weiter, Liebling“ habe ich nicht nur einmal gelesen. So richtig begeistert war ich allerdings von „Charleston Girl“. Da habe ich mich beim Lesen nicht mehr eingekriegt. Für Nicht-Leser ist es immer wieder unvorstellbar, wie man beim Lesen so viel lachen kann. Dennoch muss ich sagen, dass sich die Stories von Sophie Kinsella oftmals sehr ähnlich sind. Verrücktes, durchgeknalltes Mädchen mit viel Phantasie und Kreativität in petto trifft auf einen bodenständigen CEO.

So auch bei „Frag nicht nach Sonnenschein“. Katie arbeitet in einer Werbeagentur in London. Für das Somerset-Girl war es immer der Traum schlechthin, in London zu leben. Dafür nimmt sie einen weiten Arbeitsweg und ein Leben zwischen Kartons ihres WG-Mitbewohners in Kauf. Das muss natürlich nicht jeder wissen und auf Instagram kann sowieso jeder sein Leben von der besten Seite zeigen. Das nächste Buch der Autorin handelt dann wahrscheinlich über die Bloggerszene.

Als Katie gekündigt wird, zieht sie vorerst aufs Land zurück. Dort baut sie zusammen mit ihrem Vater und seiner Lebensgefährtin ein Glamping-Unternehmen auf. Sie traut sich jedoch nicht die Kündigung zu erwähnen und baut sich eine kleine Scheinwelt auf. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ihre Ex-Chefin Demeter und deren vermeintliche Liebhaber Alex im Glamping-Hotel auf. Alex ist allerdings auch der Mann, für den Katie ihr Herz schlägt.

Katie ist eine witzige und kreative Protagonistin und sogar bei dem bindungsunfähigen Alex erweckt sie Interesse. Aber auch Demeter muss erkennen, dass die Kündigung eine Fehlentscheidung war. Vor dieser Erkenntnis muss Demeter aber noch einiges über sich ergehen lassen. Denn für Katie ist Rache süß und für den Leser witzig. „Frag nicht nach Sonnenschein“ ist stellenweise sehr lustig, aber erinnerte mich vom Aufbau her etwas an „Kein Kuss unter dieser Nummer“.

Fazit: Ich mag den flüssigen Schreibstil von Sophie Kinsella, aber würde gerne mal etwas Neues von ihr lesen. Bei „Frag nicht nach Sonnenschein“ hatte ich das Gefühl, die Geschichte bereits zu kennen.

Rimini

Noch vor 2 Jahren schrieb ich, dass ich vorerst nicht mehr so schnell nach Italien reisen werde, da ich auch mal andere Länder erkunden wollte. Nun weiß ich gar nicht mehr, wie ich auf die Idee kam, dass mein Urlaub in diesem Jahr doch in Italien stattfinden wird. Allerdings wollte ich nun auch mal die andere Seite des „stiefelförmigen“ Landes kennen lernen. Rimini klingt doch da ganz toll!

Fünf Stunden später als geplant kam ich also am letzten Samstag in Rimini an. Die Zeitverzögerung lag hauptsächlich am Stau auf der italienischen Autobahn. Doch kam ich auf der Reiseroute auch durch Trient und spontan hatte ich die Idee, meine vor einem Monat abgereiste Gasttochter zu besuchen. Am späten Nachmittag also in Rimini angekommen, war ich absolut müde und freute mich nur noch auf mein Bett.

Abgesehen von einem Ausflug nach San Marino war weiter nichts geplant. Der Strand und das Meer sollten während meines 7 tägigen Aufenthalts mein Wohnzimmer sein, doch schon bei meiner Ankunft wusste ich, dass Rimini nicht MEIN Ort ist. Lloret de Mar kam mir zuerst in Sinn. Dort war ich vor 19 Jahren das erste und auch letzte Mal. Hotel an Hotel, Liege an Liege – Tourismus pur. Zudem durfte ich für alles extra bezahlen. Parkplatzgebühren könnten sehr wohl im Hotelpreis inbegriffen sein. Und wenn ich schon Kurtaxe bezahle, könnten dann nicht wenigstens die Liegen am hoteleigenen Strand gratis sein? Der Strand war toll, vor allem sehr sauber. Da bezahle ich gerne einen kleinen Aufpreis in Form einer Kurtaxe, aber 5,- € pro Tag für eine Liege finde ich nicht in Ordnung.

Dennoch habe ich meine Zeit sehr gerne an dem feinen Sandstrand verbracht. Leider sendet mir mein Körper in letzter Zeit regelmäßig Warnhinweise und ich bin oft sehr erschöpft. So kam ich auch nicht viel zum Lesen, sondern fiel öfters in den Schlaf.

Für einen Urlaub hatte ich Halbpension gebucht. Mein Hotelzimmer war sehr sauber und bot mir ausreichend Platz. Nur der Schrank hätte mir mit Ablagefächer mehr gebracht. So lebte ich die ganze Zeit aus Koffern. Das Frühstück war ok, doch leider etwas einseitig. Dafür war das Abendessen lecker. Beim Salat brachte man zumindest ein wenig Abwechslung rein. Die Vorspeise bestand zum größten Teil aus Pastagerichten, die mir sehr gut geschmeckt haben. Die Hauptmahlzeit war dafür so gar nicht italienisch. Hier hat an sich voll und ganz auf den Tourismus eingestellt und ich fand weniger Gefallen daran. Dafür ließ ich keinen Nachtisch aus und da hätte ich meistens die doppelte Portion verdrücken können. Etwas befremdlich fand ich jedoch, dass man die Auswahl des gewünschten Menüs am Vorabend treffen musste. Das kannte ich bisher von keinem Urlaub. Zudem hatte ich oft das Gefühl, dass das Personal Stammgäste bevorzugt behandelt.

Das Abendprogramm in Rimini ist sehr umfangreich. Nicht nur die Hotels bieten ihren Gästen gelegentliche Musikabende, sondern darf man sich auch gerne den nächtlichen Clubbesuchen hingeben. Einmal pro Woche werden Stände aufgebaut und das Markttreiben geht bis in die Nacht. Allgemein ist es in Rimini bis tief in die Nacht sehr laut – Tourismus pur.

Der tagsüber sehr lebhafte und laute Strand ist abends angenehm ruhig und teilweise beleuchtet. So kommt man nicht nur zu persönlichen Aufnahmen, sondern kann beim Meeresrauschen nochmal schön entspannen. Nur sehr wenige Urlauber besuchen jedoch abends den Strand. Zumindest war es während meines Aufenthalts in Rimini so.

Was kann man sonst noch von Rimini erwarten? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Es gibt ein Riesenrad und eine Wasserwelt. So eine Art Waterworld kenne ich aber auch schon von Spanien – ein Park mit vielen Wasserrutschen.

Im Hotel lernte ich eine ältere Frau aus Belgien kennen. Sie verbringt ihren Urlaub bereits seit 40 Jahren in Rimini. Für mich persönlich ist es nicht ganz nachvollziehbar, aber vielleicht ist ihr Rimini das, was für mich meine Toskana ist. Ich lernte ein ganz anderes Italien kennen, was so gar nichts mit MEINEM Italien zu tun hat. Rimini ist eben nicht Viareggio.

San Marino

Bereits 3 Mal bereiste ich Italien und die Idee, einen Ausflug nach San Marino zu machen, hatte auch immer irgendwie Bestand. Letztendlich ist es von der Toskana aus doch recht weit. Diesen Weg wollte ich dann während meines Urlaubs, der eigentlich der Erholung dienen sollte, nicht auf mich nehmen. Dieses Jahr war für meine Italien-Reise ein 7 tägiger Aufenthalt in Rimini geplant und von da aus ist es nach San Marino nur ein Katzensprung.

„San Marino ist die älteste bestehende Republik der Welt mit einer Geschichte, die angeblich bis auf das Jahr 301 mit der Gründung durch den heiligen Marinus zurückgeht. Sie ist als Enklave vollständig von Italien umgeben und liegt zwischen den Regionen Emilia-Romagna (Provinz Rimini) und Marken (Provinz Pesaro und Urbino), nahe der adriatischen Küste bei Rimini. San Marino gehört mit einer Fläche von etwa 60 Quadratkilometern und rund 30.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde und zu den sechs europäischen Zwergstaaten. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt, Amtssprache ist Italienisch. Den Felskamm des zum UNESCO-Welterbe gehörenden Monte Titano krönen die drei Festungen Guaita, Cesta und Montale.“ (Textquelle: Wikipedia)

Natürlich standen bei meinem Ausflug die Ziele Basilica del Santo San Marino und Palazzo Pubblico im Vordergrund, aber auch der Ausblick war gigantisch. Vor Reiseantritt machte ich mich schlau, was in San Marino sehenswert ist und wusste bereits von diversen Bildern aus dem Netz, dass sich Città di San Marino auf einem Hügel befindet.

„Die katholische Basilika San Marino, die dem Heiligen Marinus geweiht ist, steht in der Stadt San Marino und ist die Konkathedrale des Bistums San Marino-Montefeltro, wodurch sie die höchste Kirche des Staates ist. Die Kirche gehört seit 2008 mit der gesamten Altstadt von San Marino zum UNESCO-Welterbe. Die Basilika ist auf der San-Marinesischen 10-Cent-Münze abgebildet. Unmittelbar neben der Basilika befindet sich die Kirche San Pietro.“ (Textquelle: Wikipedia)

Obwohl das Fotografieren in der Basilika gestattet ist, habe ich im Gebäude auf Aufnahmen verzichtet. San Marino und auch die Sehenswürdigkeiten sind schon sehr überlaufen. Sollte man da nicht wenigstens einem heiligen Ort die Ruhe gönnen? Ich gehöre der evangelischen Kirche an und so fiel es mir nicht schwer, einen kleinen Obolus zu hinterlassen, um ein Lichtchen anzuzünden.

 

„Der Palazzo Pubblico in San Marino ist zugleich Rathaus sowie Sitz des Consiglio Grande e Generale, des Parlaments und der Regierung des Kleinstaats, der Capitani Reggenti, des Consiglio dei XIIund des Congresso di Stato. Der Neorenaissance-Palast steht auf dem Monte Titano; er wurde in den Jahren 1884 bis 1894 errichtet, sein Vorgängerbau stammt aus den Jahren 1380 bis 1392. Eine letzte Restaurierung wurde im September 1996 durch Gae Aulenti beendet. Der Palazzo ist auf dem Revers von San Marinos Zwei-Euro-Münze abgebildet.“ (Textquelle: Wikipedia)

San Marino erinnert mich ein bisschen an die von mir besuchten Orte in der Toskana und gleich bei meiner Ankunft fühlte ich mich wohl. Mit Rimini ist es gar nicht vergleichbar, aber dazu gibt es wahrscheinlich später einen gesonderten Beitrag. Leben in San Marino? Dieses Haus steht zum Verkauf und es gefiel mir optisch auf Anhieb. Nur die Menschenmassen würden mich täglich aufs Neue abschrecken. Letztendlich ist Lucca der Ort in Italien, der mein Herz für sich gewinnen konnte. Da kann die älteste bestehende Republik nicht mithalten. Lucca hat eben doch mehr von dem von mir geliebten Toskana-Flair.

Das Stadio Olimpico San Marino ist das einzige Stadion in San Marino, welches die Anforderungen der UEFA und der FIFA erfüllt. Wie immer, wenn ich eine Stadt erstmals bereise, besuche ich auch das Stadion Dieser. Auf den ersten Blick war ich etwas skeptisch, ob es sich hier wirklich um das „richtige“ Stadion handelt. Ich bin eigentlich größere Arenen gewöhnt.

„Das San Marino Stadium wurde im Jahr 1969 eröffnet und besitzt eine Kapazität von ca. 7.000 Zuschauern. Die San-marinesische Fußballnationalmannschaft trägt alle ihre Partien hier aus. Auch die Frauen, die U-21-Männer, die U-19- und die U-17-Junioren nutzen das Stadion. Des Weiteren ist es die Spielstätte der Fußballvereine San Marino Calcio aus der Lega Pro Seconda Divisione sowie SC Faetano und AC Juvenes/Dogana aus der Campionato Sammarinese di Calcio. Seit 2006 befindet sich in der Haupttribüne das Museo dello Sport e dell’Olimpismo. Am 19. Juni 2011 zelebrierte Papst Benedikt XVI. im Stadion eine Eucharistische Konzelebration im Rahmen seines eintägigen Pastoralbesuchs in der Republik San Marino. Am 2. September 2014 wurde der Name in San Marino Stadium geändert.“ (Textquelle: Wikipedia)

Dieses Mal hatte ich vor allem Glück. Anders wie in diversen italienischen Großstädten war das Stadion in San Marino nicht verschlossen. Selbst als ich den Rasen betrat, wurde das nicht bemängelt. Am 11. November 2016 um 20.45 Uhr betrat unsere Nationalelf diesen Rasen und gewann mit dem Halbzeitstand von 0:3 letztendlich mit 0:8.San Marino ist ganz klar einen Ausflug wert. Vorausgesetzt, man verbringt seine Ferien in der Umgebung. Nur eigens dafür bis nach San Marino zu reisen, wäre für mich nicht lohnenswert. Das beruht aber auf meiner persönlichen Meinung und das was mir Volterra, Montepulciano, Siena und vor allem Lucca gegeben haben, kann mir San Marino nicht bieten.

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